Digitale Veranstaltung

Club der unmöglichen Fragen


Frauenperspektiven versus Perspektiven der Frauen
Eine Kooperation des Mannheimer Stadtensembles mit der Abteilung Gleichstellung der Stadt Mannheim und dem FrauenKulturRat

Der »Club der unmöglichen Fragen« beschäftigt sich aus Frauenperspektive mit aktuellen und kontroversen Themen und setzt in der Spielzeit 2021/22 einen Schwerpunkt in Fragen rund um Arbeit und Gleichstellung. Frauen sind in allen Arbeitswelten in vielfacher Hinsicht deutlich benachteiligt. Welche gesellschaftlichen und politischen Wechselwirkungen das mit sich bringt, wird in sechs Gesprächen diskutiert. Dabei ist eine unabhängige finanzielle Absicherung der wichtigste Schlüssel zu einem selbstbestimmten Leben. Die Reihe wird zunächst weiterhin digital fortgeführt.
 

Die Teilnahme ist kostenlos.

 

Klingt spannend? Dann wählen Sie sich ein und diskutieren Sie mit beim nächsten Club der unmöglichen Fragen im digitalen Format. Teilen Sie es Ihren Mitmenschen mit und lassen Sie uns gemeinsam diskutieren!

 

Die Abteilung Gleichstellung der Stadt Mannheim in Kooperation mit dem FrauenKulturRat                          

                                     

 

Do, 19.05.2022: Hochqualifizierte Migrantinnen

 

Auch wenn dies im öffentlichen Diskurs oft nur am Rande erwähnt wird: Rund 125 Millionen Frauen leben weltweit nicht in ihrem Geburtsland oder im Land, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzen. Unabhängig von den Gründen und Umständen, die sie dazu veranlasst oder gar gezwungen haben, ihre Heimat zu verlassen, ist offensichtlich, dass sie zu einem großen Teil gut gebildet sind. In der EU haben etwa nachweislich bedeutend mehr zugewanderte Frauen eine Hochschulbildung als zugewanderte Männer. Ihre berufliche wie akademische Bildung wird jedoch in ihrem neuen Lebenskontext oftmals nicht anerkannt und sie müssen sich weit unter ihrem Wert auf dem Arbeitsmarkt verkaufen. In diesem Club legen wir den Finger in diese Wunde und fragen, warum eine russische Bibliothekswissenschaftlerin in einer Betriebskantine arbeitet oder eine studierte spanische Philologin als Zimmermädchen. Welche Strategien könnten dazu beitragen, dass im Einwanderungsland Deutschland der Wert dieser Frauen besser eingeschätzt wird, damit ihre Bildungsabschlüsse leichter anerkannt und ihnen damit ein ihren Qualifikationen entsprechender Arbeitsmarkt offensteht. Ein Blick auf verschiedene Fallstricke und Trends qualifizierter weiblicher Migration weitet den Blick auf die intersektionale Diskriminierung dieser Gruppe, aber auch auf generelle Selbsteliminierungstendenzen gutausgebildeter Frauen.

 

Gäste:

Kinga Anetta Trufan, Beraterin Faire Mobilität Mannheim

Dr. Rajya Karumanchi-Dörsam, interkulturelle Promotorin, SIMAMA STEH AUF e.V., Karlsruhe

Dr. Claudia Mariela Villar, Lektoratsleiterin für Spanisch als Fremdsprache am Romanischen Seminar der Universität Mannheim

Svetlana Mainka, Stadt Mannheim Fachbereich Bildung, Sachbearbeitung Schulraumüberlassung

María del Mar Lardiés, Lektorin für Spanisch an der Universität Mannheim

 

Moderatorinnen:
Zahra Deilami
, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Mannheim
Prof. Dr. Eva Eckkrammer, Professorin für Romanische Sprach- und Medienwissenschaften am Romanistischen Seminar der Universität Mannheim


Die Teilnahme ist kostenlos, aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung an monika.mieczkowska@mannheim.de ausdrücklich erwünscht.

 

Teilnahme-Link: https://us02web.zoom.us/j/82865083969?pwd=ZGJUbzNmWXU1bXVPZDluWEI2OThxdz09

Meeting-ID: 828 6508 3969 | Kenncode: 368875

 


 

 

 

Veranstaltungsarchiv

 

 

Do, 24.03.2022: (Selbst-)bewusste Berufswahl der Mädchen

 

Obwohl Mädchen im Durchschnitt qualifizierter sind als Jungen, wirken sich Rollenvorstellungen und Stereotype noch immer auf die Berufswahl von jungen Frauen aus. In diesem Zusammenhang zeigt sich, dass Mädchen vorrangig in traditionell ‚weiblichen‘ Ausbildungs- und Studienberufen vorzufinden sind.
Verstärken Eltern, Lehrer*innen und Berufsberater*innen dieses Berufswahlverhalten? Gibt es strukturelle Benachteiligungen für Frauen in MINT-Berufen? Sind es mangelnde Karrierechancen in diesem Bereich und fehlen die positiven weiblichen Rollenmodelle?


Gäste:
Elvira Stegnos, Geschäftsführung Interkulturelles Bildungszentrum Mannheim gGmbH

Christiane Eck, Koordination Übergang Schule-Beruf Interkulturelles Bildungszentrum Mannheim gGmbH

Selina Lehmann, Mitglied der Initiative Arbeiterkind.de in Mannheim und Studentin der BWL

Birgit Lohr, Berufsberaterin bei der Arbeitsagentur in Mannheim

Petra Schwenn, Bereichsleiterin Berufsvorbereitung, Ausbildungshelferin beim Förderband Mannheim e.V.

Sandra Müller-Reinke, Projektleiterin: Teilzeitausbildung für Erziehende, Förderband Mannheim e.V.

Prof. Kathrin Kölbl, Professorin für ABWL, Duale Hochschule Mannheim, Mitglied des Senats, Gleichstellungsbeauftragte-und Qualitätsbeauftragte

Dagmar Straub, Bereichsleiterin Fachkräftesicherung Berufsbildung, IHK Rhein-Neckar


Moderatorinnen:
Dr. Kathrin Lämmle, Leiterin des Jugendkulturzentrums FORUM, Projektleitung und Management des Kurzfilmfestivals GIRLS GO MOVIE

Elsbeth Ruiner, Oberstudiendirektorin a.D., Dipl.Hdl.

 

 

Do, 21.07.2022: Existenzgründungsoptionen und Start-ups für Frauen

 

Auf den ersten Blick scheinen Frauen unter den Unternehmensgründer*innen zufriedenstellend repräsentiert. Schon 2014 erfolgten in Deutschland 43% aller Gründungen durch Frauen. Doch bei den innovativen Startup-Gründungen liegt derzeit der Anteil von Frauen bei knapp 16%. Insbesondere im zukunftsträchtigen Tech-Bereich, z.B. in der Softwareentwicklung und -anwendung gibt es kaum von Frauen geführte Unternehmen. Wie lässt sich das erklären? Sind Frauen weniger innovativ und risikobereit als ihre männlichen Kollegen? Oder wird es ihnen von Investoren besonders schwer gemacht? Wir wollen darüber diskutieren, welchen Barrieren Start-Up-Gründerinnen begegnen und wie diese überwunden werden können.

 

Moderation: Sylvia Schraut und Susanne Wichert

 

 

Do, 27.01.2022: Frauen in prekären Arbeitsverhältnissen

 

Leiharbeit, geringfügige Beschäftigung, Teilzeit, Befristung, Minijob – es gibt viele Formen prekärer bzw. atypischer Beschäftigung. Wenn der Lohn nicht die Existenz sichert, wird Arbeit als prekär bezeichnet. Aber auch wenn soziale Absicherungen oder die Möglichkeit zur Integration in Netzwerke der Arbeitswelt und damit Aufstiegsoptionen und berufliche Weiterentwicklung fehlen. Frauen, insbesondere Migrantinnen, sind überdurchschnittlich häufig in solchen prekären Verhältnissen beschäftigt. Meist sind sie im Dienstleistungssektor zu finden, der wiederum den höchsten Anteil an Arbeitnehmerinnen unter den Beschäftigten hat.
Der Kampf am Existenzminimum hat für Betroffene nicht nur negative finanzielle Folgen für Einkommen und Rente, sondern bedeutet auch enorme psychische, gesundheitliche und emotionale Belastung. Denn neben dem materiellen Wohlergehen dient die Erwerbsarbeit auch als Quelle von Identität, Anerkennung, sozialer Vernetzung und gesellschaftlicher Integration. Was bedeutet es in unserer modernen Arbeitsgesellschaft ständig zwischen potentiellem Aufstieg und Sicherheit einerseits und Exklusion und Armut andererseits zu schweben? Und was lässt sich dagegen tun?

Gastredner*innen: Veronika Bohrn Mena, Autorin und Arbeitsmarktexpertin
Alexander Manz, Leiter "Marketing und Verband", AWO Kreisverband Mannheim e.V.

Moderation: Lea Gerschwitz, zuständig für Matchbox - das wandernde Kunst- und Kulturprojekt Kulturbüro der Metropolregion Rhein-Neckar

 

 

Do, 23.09.2021: Frauen in Kunst und Kultur

 

Kunst- und Kulturschaffende bereichern unser Leben in vielfältiger Weise durch ihre künstlerische Perspektive, ihre Lebensentwürfe, ihr Denken und Fühlen sowie ihre Kreativität. Nach wie vor sind die Chancen, ihre künstlerischen Wertvorstellungen zu präsentieren und durchzusetzen und somit an der Gestaltung kultureller Prozesse mitzuwirken, zwischen den Geschlechtern ungleich verteilt.

Die Genderperspektive ist daher in den aktuellen und zentralen Fragen der Kulturpolitik und der Kunst- und Kulturförderung stärker zu berücksichtigen. Wie ist es um die Gleichstellung von Mann und Frau in öffentlich geförderten Kulturinstitutionen in Deutschland bestellt? Welche Einstellungen und Barrieren sind gegebenenfalls für nicht erreichte Gleichstellungsziele verantwortlich?

 

Gäste:

Stephanie Gräve, Vorstand des Vereins art but fair, Intendantin des Vorarlberger Landestheaters 

Dr. Cornelie Kunkat, Referentin für Frauen in Kultur und Medien im Deutschen Kulturrat

Nicole Libnau, Kulturamt Mannheim, Ansprechpartnerin für Darstellende Künste

Jessica Weißkirchen, Kernteam des assistierenden-netzwerkes, freischaffende Regisseurin

 

Moderatorinnen:

Silvana Kraka, Leiterin der Theaterakademie Mannheim, Regisseurin und Schauspielpädagogin

Beata Anna Schmutz, Künstlerische Leiterin Mannheimer Stadtensemble

 

 

Do, 25.11.2021: Frauen in Entscheidungsgremien

 

2021 beträgt der Anteil von Frauen in Aufsichtsräten deutscher Konzerne ca. 30% - dort, wo die Quote gilt. In den anderen Gesellschaften ist der Frauenanteil weit geringer. Nur zehn Prozent aller Vorstände in Deutschland sind weiblich. Frauen in Spitzenpositionen sind immer noch eine Seltenheit in diesem Land – muss das sein?
Die Corona-Krise wäre eine Chance, daran etwas zu ändern: Im Koalitionsvertrag steht die Ausweitung des Führungspositionengesetzes auf die Vorstandsquote. Die große Mehrheit der Vorhaben ist mittlerweile umgesetzt – und was bleibt liegen? Ausgerechnet das Gesetz zur Teilhabe von Frauen in Führungspositionen. In der Krise strukturieren Konzerne ihre Vorstände um. Im Ausland werden sie immer weiblicher, DAX-Konzerne hingegen verkleinern die Vorstände und setzen auf Männer: der Frauenanteil fällt auf den Stand von 2017. Und deutsche Familienunternehmen erweisen sich als besonders resistent gegen Frauen in Spitzenpositionen…
Woran liegt das?

 

Gäste: Sabine Neuber und Frau Dr. Schöning-Kalender

Moderation: Zahra Deilami und Sylvia Schraut