OPAL - Oper am Luisenpark

Lucrezia Borgia

Opera seria von Gaetano Donizetti

Musikalische Leitung: David Parry
Regie: Rahel Thiel
Bühne: Fabian Wendling
Kostüme: Rebekka Dornhege Reyes
Chor: Dani Juris
Licht: Florian Arnholdt
Dramaturgie: Polina Sandler
Kunst & Vermittlung: Oliver Riedmüller
Mit: Kruger, Kordic / Lavi; Berau, Eikötter, Ha, Kim, Lapich, Moskalchuk, Urbanowicz, Whitener, Wittmer, den Herren des
Opernchores und dem NTO

Lucrezia Borgia – eine Giftmischerin, Mörderin, Femme fatale, Intrigantin und Lügnerin, Tochter und Konkubine des Papstes und Geliebte ihres Bruders. Diese sagenhaften Zuschreibungen hat Lucrezia ihrem Nachnamen zu verdanken, denn die Borgias waren eine der wohl einflussreichsten und aus diesem Grund meistgehassten Familien der Renaissance – die erste Mafia des Vatikans. Bleibt da überhaupt Platz für die Vermutung, dass Lucrezia Borgia in Wirklichkeit eine zutiefst unglückliche Frau und eine leidenschaftlich liebende Mutter gewesen sein könnte? Gaetano Donizetti nähert sich der Titelfigur seiner Oper mit psychologischer Präzision und erschafft eine der schönsten und facettenreichsten Belcanto-Rollen für Koloratursopran. Als dramatische Vorlage diente das gleichnamige Schauspiel von Victor Hugo, in dem Lucrezia  Borgia zur unfreiwilligen Mörderin ihres eigenen Sohnes wird. In ihrer Mannheimer Inszenierung erzählt Rahel Thiel (»Eugen Onegin«) die Geschichte einer Alleingängerin in einer Männerwelt, die sich dem Verhängnis ihres Namens widersetzen will.