Slime Studies

Ein Gemälde entseht

Erster Pinselstrich
Do, 18.06.2026
Nicht nur Kinder lieben Schleim, es ist auch ein Internetphänomen. Millionen Menschen schauen Videos, in denen glänzende, zähe Massen geknetet, gezogen oder zerdrückt werden – oft als entspannender »ASMR-Moment«. Die Künstlerin Anik Lazar nimmt dieses Phänomen zum Ausgangspunkt ihrer Malerei.
Für ihre Slime Studies fotografiert sie Spielzeugschleim, intelligente Knete und andere weiche Materialien – geknetet, geworfen oder an Wände gedrückt. Formen, die in Wirklichkeit nur Sekunden existieren, überträgt sie anschließend in sorgfältig gemalte Bilder. So werden flüchtige Bewegungen zu dauerhaften, fast körperlichen Formen auf der Leinwand. Die rosigen, glänzenden Gebilde erinnern zugleich an Haut, Kosmetik oder technische Stoffe. Lazar interessiert sich dafür, wie solche Materialien zwischen Körper, Technik und Konsumkultur pendeln – vom Kinderspielzeug bis zum Wellness-Trend.
Aus einem digitalen Trend entstehen so Bilder, die überraschend ruhig und dauerhaft wirken. Über den Zeitraum des »Mannheimer Sommer« verlegt die Künstlerin Anik Lazar ihr Atelier auf das Festivalgelände und malt ihr bisher größtes Bild aus der Serie SLIME STUDIES auf einem Bildgrund, der am Gebäude des OPAL aufgespannt wird. Hier kann man von Tag zu Tag beobachten, wie ein Bild entsteht.

Anik Lazar bei der Arbeit zusehen:
Ort: Festivalzentrum »Garten der Künste«
von Do, 18.06. bis So, 28.06. (außer Montag 22.06.), 17.00 - 21.00 Uhr
Erster Pinselstrich: Do, 18.06., 18.30 Uhr

Sa, 20.06.2026, 16.00 Uhr
KUNSTSPAZIERGANG UND KÜNSTLERINNENGESPRÄCH
Gemeinsam mit Dörte Dennemann, Programmkuratorin der Kunsthalle Mannheim, lädt die Künstlerin Anik Lazar ein, darüber zu sprechen, wie Schleim, Schmieröle und andere Flüssigkeiten ihr künstlerisches Werk prägen. Dabei geht es auch um die Frage, wie sich diese mit feministischen Ideen und Aspekten in der künstlerischen Arbeit verbinden. Damit schlagen Lazar und Dennemann einen Bogen zur aktuellen Sammlungspräsentation »Der fragmentierte Körper«.
Im Anschluss erkunden wir das Gelände des Festivalzentrums »Garten der Künste«. Seine Gestaltung ist von der »Casablanca Art School« inspiriert – einer Gruppe junger Künstlerinnen und Künstler in Marokko in den 1960er-Jahren. Aus den Ateliers heraus ließen sie ihre Kunst in den öffentlichen Raum fließen – wie eine Welle, jenes ikonische Element, das unser Festivaldesign in diesem Jahr prägt.

Treffpunkt: Open Air Bühne im Festivalzentrum, »Garten der Künste«
Das Ticket für den Kunstspaziergang enthält einen Rabatt für Ausstellung »Der fragmentierte Körper« in der Kunsthalle Mannheim. Bewahren Sie das Ticket auf und zeigen es an der Kasse der Kunsthalle vor.
In Kooperation mit der Kunsthalle Mannheim

Besetzung

Mit
Anik Lazar

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