Das Phantom der Operette
Performance von »La Fleur« nach Kálmán
Die Operette ist die Keimzelle der modernen Unterhaltungskunst. Voll Witz, Tempo und Gefühl verbindet sie große Melodien mit pointiertem Spiel und feinem Gesellschaftsblick. Doch weil sie auch für Walzerseligkeit, Couplets und fragwürdige Scherze steht, gilt sie heute bisweilen als überholtes Genre. Zu Unrecht, findet das deutsch-ivorische Kollektiv »La Fleur«. In seiner Performance befragt es die Operette des frühen 20. Jahrhunderts neu.
Ausgangspunkt sind Musik und Biografie des ungarisch-jüdischen Komponisten Emmerich Kálmán, dessen Werke wie »Die Csárdásfürstin« zu den erfolgreichsten Operetten dieser Zeit zählen. Kálmán musste vor den Nationalsozialisten ins Exil fliehen, seine Musik wurde verboten und erst nach dem Krieg wiederentdeckt. Seine Geschichte verweist auf die politischen Brüche, die sich hinter der scheinbaren Leichtigkeit der Operette verbergen.
Schnell wird deutlich: »La Fleur« versteht die Operette nicht als nostalgische Unterhaltungsform, sondern als offenen, politisch aufgeladenen Klangraum – mit postkolonialer Perspektive, vielsprachig und formal erweitert. Begleitet von einem Streichquintett, das historische Melodien mit zeitgenössischen Klängen verschränkt, legen sie Schicht um Schicht frei.
Singend, tanzend und reflektierend blicken sie hinter die glitzernde Fassade, machen globale Verflechtungen, rassismuskritische Brüche und politische Erzählungen sichtbar – und hörbar. »Das Phantom der Operette« ist ein höchst unterhaltsamer Abend, der die Operette als Kunstform zwischen Lust, Transformation und Widerstand zeigt.
Im Anschluss wollen wir darum nochmal gemeinsam auf dem Dancefloor alles geben. Den Sound dazu findet Timor Litzenberger, Soundkünstler der Performancegruppe »La Fleur« und Spezialist für Beats, die keine kulturellen Grenzen kennen.
Ausgangspunkt sind Musik und Biografie des ungarisch-jüdischen Komponisten Emmerich Kálmán, dessen Werke wie »Die Csárdásfürstin« zu den erfolgreichsten Operetten dieser Zeit zählen. Kálmán musste vor den Nationalsozialisten ins Exil fliehen, seine Musik wurde verboten und erst nach dem Krieg wiederentdeckt. Seine Geschichte verweist auf die politischen Brüche, die sich hinter der scheinbaren Leichtigkeit der Operette verbergen.
Schnell wird deutlich: »La Fleur« versteht die Operette nicht als nostalgische Unterhaltungsform, sondern als offenen, politisch aufgeladenen Klangraum – mit postkolonialer Perspektive, vielsprachig und formal erweitert. Begleitet von einem Streichquintett, das historische Melodien mit zeitgenössischen Klängen verschränkt, legen sie Schicht um Schicht frei.
Singend, tanzend und reflektierend blicken sie hinter die glitzernde Fassade, machen globale Verflechtungen, rassismuskritische Brüche und politische Erzählungen sichtbar – und hörbar. »Das Phantom der Operette« ist ein höchst unterhaltsamer Abend, der die Operette als Kunstform zwischen Lust, Transformation und Widerstand zeigt.
Im Anschluss wollen wir darum nochmal gemeinsam auf dem Dancefloor alles geben. Den Sound dazu findet Timor Litzenberger, Soundkünstler der Performancegruppe »La Fleur« und Spezialist für Beats, die keine kulturellen Grenzen kennen.
La Fleur in Koproduktion mit dem Steirischen Herbst, Kampnagel, FFT, Pumpenhaus Münster. Gefördert durch den Fonds Daku.
um 22.00 Uhr
NACH-TISCH: GESPRÄCHE MIT BETEILIGTEN DER PRODUKTIONEN
Im Anschluss an die Vorstellung: Zum Tagesabschluss setzen wir uns an die gedeckte Tafel und plaudern nach den Vorstellungen in entspannter Atmosphäre mit Beteiligten der Produktionen. Für Gaumenfreuden sorgt dabei Foodsharing Mannheim.
Ort: Festivalzentrum
Ort: Festivalzentrum
Besetzung
Mit
EnsembleAnnick Choco, Montserrat Gardó Castillo, Hauke Heumann, Timor Litzenberger, Vechto Lolas, Gadoukou la Star
ViolineOleksandra Kryvsha, Anna Zimont
ViolaYelizaveta Golovina
VioloncelloAlma Lücke Rosa
KontrabassValentina Zambrano Alcazar
RegieMonika Gintersdorfer
ChoreografieLa Fleur
BühneMukenge/Schellhammer
KostümArturo Lugo/Bobwear/Mukenge/Schellhammer
MusikTimor Litzenberger
Musikalische VorbereitungVechto Lolas
DramaturgieKatinka Deecke
ArrangementsEduard Luis
Aktuell keine Termine.

