Die Nashörner

Theater AG der Mittelstufe des Kurfürst-Friedrich-Gymnasiums, Heidelberg
nach Eugène Ionesco

ab 13 Jahren

Inszenierung: Elisabeth Nadler // Bühne: Sarah Gingeleit, Andreas Nadler // Kostüme: Ensemble // Nashornmasken: Klasse 7b des KFG // Technik: Anna Herr (9d), Konstantin von dem Busche (9d) // Souffleuse: Mia Thieme (9d)

# Verantwortung – Verwandlung – Mehrheit – Minderheit – Logik – Dickhäuter – Mitläufer – Angst – Lüge – Folgen – Versuch – Kritik

 

»Sehr kompliziert.« –  »Im Gegenteil, sehr einfach.« –  »Sehr einfach für Sie vielleicht, nicht aber für mich.«                                                                                                                                                   

Dieser kurze Dialog taucht in der Fassung des KFGs Heidelberg gleich mehrmals auf. Dabei geht es um die Frage, ob es das afrikanische oder das indische Nashorn ist, das zwei Hörner hat. Welches von beiden hat nur ein Horn? Das Problem scheint einige Personen der kleinen Stadt, in der wir uns befinden, sehr zu beschäftigen. Denn in letzter Zeit sind einige Nashörner auf den Straßen gesehen worden – da will man wissen, woran man ist. Man könnte ja selbst auch zum Nashorn werden. Soll man mit der Zeit gehen und sich den Nashörnern anschließen? Oder bleibt man doch lieber ein Mensch – auch wenn man dabei vielleicht zur Minderheit der Bevölkerung gehört?                                                                                                 
Der ursprünglich politische Hintergrund für das Stück ist die Zeit des Nationalsozialismus, es kann als eine absurde Kritik am politischen Konformismus seiner Zeit zu verstanden werden. Angesichts einiger politischer Entwicklungen in Deutschland und auch Europa scheint das Drama wieder aktueller denn je.