Studio Werkhaus

wenn wir lieben (UA)

Mannheimer Bürgerbühne Premiere: Sa, 17. Feburar 2018
Ein Rechercheprojekt über globalisierte Liebe
  • Inszenierung: Clemens Bechtel
  • Ausstattung: Till Kuhnert (Gast)
  • Text: Maxi Obexer
  • Dramaturgie: Silke zum Eschenhoff

Das Internet hat unsere Kommunikation beschleunigt und unsere Welt verkleinert – das ist nichts Neues. Wie aber wirken sich diese beiden Fakten auf unseren scheinbar intimsten Lebensbereich aus: auf unser Liebesleben?
Fand früher die Partnersuche hauptsächlich in derselben Stadt oder Region statt, scheinen sich die Möglichkeiten, den Richtigen zu finden, heute ins Grenzenlose zu potenzieren. Wird es dadurch einfacher? Denn es vervielfältigen sich damit auch die Vorstellungen, was Liebe überhaupt ist und was sie sein sollte. Was erwarten wir von dem Abenteuer Liebe, sei es für eine Nacht, für die Dauer eines Urlaubs oder für das Leben? Für die einen sind es exotische Abwechslungen – für die anderen Hoffnung auf Geld, Bleiberecht und soziales Prestige. Wie lebt, liebt und streitet es sich, wenn Partner aus unterschiedlichen Kulturen kommen und mit anderen Religionen aufgewachsen sind? Welche Ideen von Liebe prallen dabei aufeinander? Wie beeinflusst es die Beziehung, wenn der eine aus einer reichen Welt kommt, der andere aus einer armen? Findet im Schlafzimmer eine neue Form der Kolonialisierung statt? Was ist enttäuschend und was beglückend, wenn die Liebe kulturelle Grenzen zu sprengen versucht? Und was bleibt immer fremd am Anderen?


Clemens Bechtel studierte Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und inszeniert als freier Regisseur in Deutschland, Ungarn, der Schweiz, Rumänien, Dänemark, Mali und Malawi. Er ist eine wichtige Stimme des politischen Dokumentartheaters.