Opernhaus

Aschenputtel (La Cenerentola)

Gioacchino Rossini Premiere: Mi, 01. November 2017
Familienoper
in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

ab 8 Jahren

Mit den Herren des Opernchores

Komische Opern begründeten Gioacchino Rossinis Weltruhm; denn hier treffen sich eine schier überwältigende sängerische Virtuosität und dramatischer Instinkt auf eine berauschende Weise. Im Entstehungsjahr des Barbier von Sevilla komponierte Rossini eine Märchenoper nach französischer Vorlage: Cenerentola, wie Aschenputtel auf Italienisch genannt wird.

 

Rossinis Märchenversion verzichtet allerdings weitgehend auf übersinnliche Elemente und hebt stattdessen die komischen Aspekte der Handlung hervor. Am Ende wird die Halbwaise Angelina (alias Aschenputtel) für ihre Güte und Herzensreinheit mit der Liebe des Prinzen Don Ramiro belohnt.

 

Regisseurin Cordula Däuper inszeniert diese Koproduktion mit dem Konzert Theater Bern als farbenfrohe Oper für die ganze Familie – schon ihre Collage Wake up and Dream! über das Leben von Cole Porter war ein großer Erfolg am Nationaltheater. Die Musikalische Leitung hat Matthew Toogood, der seit 2016 Kapellmeister am Haus ist, gemeinsam mit dem Gastdirigenten Attilio Cremonesi.

 

Zum 3. Advent laden wir am So, den 17. Dezember  zum Großen Familientag:

Für alle kleinen und großen Besucher der Familienoper Aschenputtel gibt es im Anschluss ein Fotoshooting mit Angelina und ihrem Prinzen Don Ramiro.

 

Dauer: 2 Stunden und 50 Minuten, inkl. einer Pause

Die angegebene Dauer ist lediglich ein Richtwert.

 

Eine Produktion des Konzert Theater Bern

Die Koproduktion mit dem Konzert Theater Bern (2012) in Cordula Däupers wahrlich einfallsreicher Inszenierung, bestens unterstützt durch Ralph Zegers zauberhaftes Bühnenbild und Sophie du Vinages originelle Kostüme, konnte in Mannheim mit einer Besetzung prunken, die so gut wie keinen Wunsch offenließ. Mit Joshua Whitener (als Prinz Don Ramiro) haben wir endlich wieder einen Lyrischen Tenor von Format im Ensemble, der hier das seltene Fach des Rossini-Tenors bestens ausfüllt. (Mannheimer Morgen, 3.11.2017)

 

Den Damenflor führt die wunderbare Sophie Rennert als Cenerentola an, ein Koloraturalt wie von Rossini erträumt, die schon in Lumpen, den Fußboden schrubbend, mit ihrer träumerischen Canzone »Una volta c'era un Re« alle Herzen gewinnt. Umwerfend ihr finaler Auftritt als strahlende Schönheit in güldener Robe - nur für den Hoffriseur hat's leider nicht mehr gereicht. Dafür entschädigte sie mit der glanzvollen Schlussarie. (Mannheimer Morgen, 3.11.2017)

 

Joachim Goltz ist ein famoser Stiefvater […]. Seine Töchter Clorinda (Cornelia Zink) und Tisbe (Ludovica Bello) sind ein herrlich zickendes, verwöhntes und auch ein bisschen blödes Geschwisterpaar in prächtigen Kostümen. (Rhein-Neckar-Zeitung, 3.11.2017)

 

Die eigentliche Überraschung dieser Einstudierung aber bietet das Nationaltheater-Orchester unter der Leitung von Gastdirigent Attilio Cremonesi (der die Rezitative selbst am Hammerflügel begleitet). Mit zügigen Tempi und einem transparenten, spritzigen Klang ist das ein Rossini-Sound, der kaum Wünsche offen lässt. (Rhein-Neckar-Zeitung, 3.11.2017)

 

Das Bestechende an Däupers Inszenierung ist die Fülle der köstlichen Einfälle, die vor allem die Kinder zum Jauchzen bringen, aber weder den Märchenstoff karikieren noch ins Läppische abgleiten. (Mannheimer Morgen, 3.11.2017)

 

Sophie Rennert […] singt mit frappierender Akkuratesse, auch wenn Dirigent Attilio Cremonesi den Sängern bisweilen ein atemberaubendes Tempo abverlangt. Don Ramiro, der Märchenprinz, bietet bei Joshua Whitener eine nicht selbstverständliche Verbindung aus Kraft und Technik, filigran, aber mit Heldentenorelementen. Sein Kammerdiener Dandini wird mit Nikola Diskics sonorem Bariton und herrlicher Angeberei […] zum Star des Abends. (Frankfurter Rundschau, 4.11.2017)

 

Cremonesi mag es flott, angesichts fliegender Kutschen, ungezogener Esel, von Kuchenschlachten, Ringelreihen und Haareziehen ist die Koordination nicht immer leicht, aber das Ergebnis kultiviert. Nach fast drei Stunden ist der Jubel allgemein. (Frankfurter Rundschau, 4.11.2017)