Opernhaus

La Reine / Die Königin

Hector Berlioz, Richard Wagner Premiere: So, 12. Februar 2017
Ein Kreuzweg mit Musik von Hector Berlioz und Richard Wagner nach der Konzeption von Thomas Bischoff
In französischer und deutscher Sprache

Keine Oper, kein Liederabend, kein Schauspiel. Und doch packendes Musiktheater. – Eine ungewöhnliche Kreation bringt unter dem Titel La Reine / Die Königin zwei Höhepunkte der Liedliteratur auf die Bühne: Les nuits d’été von Hector Berlioz und Richard Wagners berühmte Wesendonck-Lieder. Um diese düster-romantischen Werke zum Glänzen zu bringen, braucht es eine Ausnahmekünstlerin wie Angela Denoke, die zu den führenden Sängerinnen ihrer Generation gehört. Die beiden Zyklen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts werden nach der Konzeption von Thomas Bischoff mit existentiellen Texten von Arthur Rimbaud und Gottfried Benn verbunden, die das dritte Element dieses deutsch-französischen Abends bilden. In einer eindrucksvollen Bühnenlandschaft der Symbole und Zeichen entsteht eine nervenzerreißende Allegorie auf die unbeherrschbaren Kräfte der Macht, der Liebe und des Todes.

 

Dauer: ca. 1 Stunde und 30 Minuten, keine Pause

Die angegebene Dauer ist lediglich ein Richtwert.

 »Das Mannheimer Team schafft in Verbindung aus Schauspiel, Konzert und Oper eine neue Dimension der Wahrnehmung dieser Liederzyklen und erzielt damit eine so nie erlebte Intensität. Auch als Sängerin ganz Königin, gestaltet Angela Denoke inniglich, ruhig, höchst expressiv, minutiös ausgeleuchtet und voll wahrhafter Leidenschaft wie Verzweiflung über das Unmögliche, das diese Lieder ausdrücken, ebenso feinfühlendausgeleuchtet von einem hervorragend disponierten Orchester unter der souveränen Stabführung von Benjamin Reiners. Unbenommen erlebt der Zuschauer schonungslos dargestellt schwere Kost. Thomas Bischoff beschreibt La Reine/Die Königin als musikalischen Kreuzweg. Die Umsetzung fesselt und schmerzt. Bravo!«

(O-Ton, 14.02.2017)

 

»[...] Die Königin war eine Böse und doch singt sie so überirdisch schön, denn sie will sich vom Vergangenen lösen. Die weltweit angesehene Sopranistin Angela Denoke singt und spielt die eher statuarisch angelegte Hauptfigur überwältigend gut.«

(theater:pur, 15.02.2017)

 

»Sie [Angela Denoke] lässt poetische Naturbilder mit ihrem warmen Stimmtempre leuchten und verleiht ihnen eine unwiderstehliche Kraft.«

(SWR2, 20.02.2017)