Parkhaus in N2 14, oberste Etage

PART III – Ornament der Körper


Eine performative Begegnung mit der Architektur unserer Stadt

Alena Ganick, Chiara Laux, Ogi Vasiljevic

Wie beeinflussen Raum und Architektur die Körper, die sich darin bewegen? Welchen Einfluss nehmen sie auf gesellschaftliche Strukturen? Gemeinsam mit dem Mannheimer Stadtensemble lässt die Künstlerin Sabrina Karl einen Gruppenkörper entstehen, der sich in Auseinandersetzung mit einem spezifischen Raum unserer Stadt bewegt – dem Parkhaus des Stadthauses in N2.

 

Rampen, Ebenen, Schrägen, Bodenmarkierungen, Beton, Stehlen und weite Flächen – das leere Parkdeck erscheint als architektonische Struktur, deren Funktion in den Hintergrund rückt. Darin, darauf, darüber: sich bewegende Körper – jeder in ganz eigenen Bewegungsabläufen, scheinbar für sich und doch in Beziehung zur Gruppe, zum Raum. Bewegungen, Sprache, Raum kulminieren, zerfallen, setzen sich immer wieder neu zusammen – im Tun der Darstellenden wie durch den Blick der Zuschauenden.

 

Ausgangspunkt der Arbeit sind die ersten Sätze des Romans Die Ästhetik des Widerstands von Peter Weiss – eine stilistisch eindrucksvolle Beschreibung des Pergamon Frieses, die sich aus endlos aneinander gereihten Details des großen Ganzen zusammensetzt. Dieser literarischen Methode der Fragmentierung nachgehend, wurden Wörter in Bewegungen übersetzt, Bewegungsabläufe zu Strukturen, die wieder durchkreuzt werden, um aufs Neue ins Handeln zu kommen – mit dem was jede*r einzelne mitbringt, denkt, fühlt, assoziiert.

 

Die mit dem Mannheimer Stadtensemble entwickelte Arbeit ist Fortsetzung einer gemeinsamen künstlerischen Auseinandersetzung Sabrina Karls mit Jan Leipold, Architekturstudent an der Universität Stuttgart. Mit dem Projekt Ornamentik der misslingenden Vollendung begann 2020 die intensive Auseinandersetzung mit der Frage, wie Häuser, öffentliche Plätze, die Stadt als unser Gemeinsames, individuelle und persönliche Fragen einerseits – und politische, bzw. gesellschaftliche Fragen andererseits – zusammenführen. In welchem Verhältnis stehen die eigene Erfahrung im Hier und Jetzt zu den Entscheidungsprozessen, welche die Räume definieren, in denen man selbst sein kann, sein soll?

 

Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

 

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass während der Veranstaltung eine medizinische Maske (OP- oder FFP2 Maske) getragen werden muss. Außerdem bitten wir Sie, einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu den anderen Teilnehmern zu wahren.

 

Danke an die Kampfsportmanufaktur für die Unterstützung.

 

>> Hier erfahren Sie mehr über die Versanstaltungsreihe PART

 

Über barac-Kunst/Labor/Soziales:
barac ist ein Ort auf dem Franklin-Gelände in Mannheim, der für künstlerische Forschung, Nachwuchsförderung und das Schaffen von Verbindungen von Kunst und Sozialem steht. Mit dem Mannheimer Stadtensemble teilt barac das Selbstverständnis, mit und für Menschen in Mannheim künstlerisch zu arbeiten.

 

PART ist ein Kooperations-Projekt des Mannheimer Stadtensembles mit barac-Kunst/Labor/Soziales.

 

PART ist gefördert im Impulsprogramm »Kunst trotz Abstand« des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.