Schauspielhaus

Land ohne Worte

von Dea Loher Premiere: Sa, 11. September 2021

Das Monologstück »Land ohne  Worte« beschreibt ein Land, in dem »jeder arzt dem maler überlegen ist«. Eine Malerin – oder ist sie Schauspielerin? Oder Schriftstellerin? – erzählt vom Leben in einer dystopisch anmutenden Umgebung sowie von den Erfahrungen und Selbstbefragungen, die der Ausnahmezustand mit sich bringt. Als künstlerisches Team loten Schauspielerin Annemarie Brüntjen und Regisseur Dominic Friedel gemeinsam die Gestaltungsmöglichkeit der Kunst angesichts des Unsagbaren aus – und stellen die Frage, was (Schauspiel-)Kunst in Zeiten der Krise darstellen oder gar bewirken kann. »ohne unsere sinnlichkeit können wir menschen so etwas wie wirklichkeit nicht erfassen«, formuliert Dea Loher. Beim Schreiben ihres Textes war sie inspiriert vom Künstler Mark Rothko, der in seinem Spätwerk Schicht um Schicht gemalt und wiederum übermalt hat. Diesen künstlerischen Vorgang überträgt Schauspielerin Annemarie Brüntjen auf der Bühne kongenial in das Reich der Musik: So legt sich hier Stimme über Stimme, Geräusch über Geräusch, Klang über Klang. Wie vermittelt man das Nicht-Vermittelbare?

 

 

Möchten Sie diese Produktion mit einer Schulklasse oder Gruppe besuchen und wünschen sich ein Vermittlungsangebot, dann kontaktieren Sie gerne Ronja Gerlach (E-Mail: ronja.gerlach@mannheim.de / Tel.: 0621 1680 488).  

»Ein sinnliches Abenteuer.« (Mannheimer Morgen, 13.09.2021)

 

»Ein Spektakel der Sinne, ein Rausch.« (Mannheimer Morgen, 22.12.2020)

 

»So sehr Dominic Friedels Inszenierung zum Saisonstart im Mannheimer Schauspielhaus auch durch ein Labyrinth künstlerischer Selbstzweifel führte, so schön wurde diese ästhetische Odyssee dargeboten. Denn hinter aller Dunkelheit leuchtete das Potenzial der Kunst hell auf. Und das lag vor allem an der Schauspielerin Annemarie Brüntjen, die in ihrer einstündigen Performance trotz der elementaren Verunsicherung kraftvoll und souverän den Reichtum von Literatur, Theater, Musik oder Malerei bezeugte.« (Rhein-Neckar-Zeitung, 14.09.2021)

 

»Verzweifelt und enorm wandlungsfähig bewegt sie [Annemarie Brüntjen] sich durch die Abgründe einer Sprache, der sie gestenreich bildhafte Energien abzugewinnen versteht.« (Mannheimer Morgen, 13.09.2021)

 

»Wie es dem „Regieteam“ gelingt, Distanz zu schaffen, ohne sich im Kalkül einer nüchternen Bestandsaufnahme zu verlieren, ist bemerkenswert.« (Mannheimer Morgen, 13.09.2021)

 

»Mit wenigen Mitteln ist Brüntjen nicht nur Autorin, Schauspielerin, Musikerin und Malerin, sondern vor allem auch Mensch im Hier und Heute, für den die künstlerisch-kreative Begegnung mit der Welt elementar ist. Der damit verbundene Schmerz wird jedoch überstrahlt von der Aussicht auf Schönheit. – Starker Applaus.« (Rhein-Neckar-Zeitung, 14.09.2021)

 

»„Wo bleibt der Schmerz…und das Glück?“, fragt das Stück am Ende. Annemarie Brüntjen […] steht vor einer weißen Wand, auf die Bilder von Mark Rothko projiziert werden, abstrakte Bilder, wirbelnde Linien oder ruhige Flächen, wenige, meist matte Farben. Die Schauspielerin scheint eingetaucht in diese Bilder, von Formen und Farben umschlossen, ganz und gar glücklich.« (Die Rheinpfalz, 23.12.2020)

 

»Am Ende ist alles ein Rausch. […] Ausgerechnet Max Richters elektrifizierte Samplingbearbeitung von Vivaldis „Frühling“ schleicht sich in die Szenerie, in der s i e steht: Annemarie Brüntjen. Seit rund einer Stunde vollführt die 27-Jährige quasi eine One-(Wo)man-Show der vier Temperamente, ist überbordend euphorisch und depressiv, gibt Antworten und stellt Fragen, dringt ein in die Seelenlandschaften unter den Oberflächen unserer Alltage, Kunstvorstellungen und Fassaden.« (Mannheimer Morgen, 22.12.2020)