Schauspielhaus

1001 Nacht oder die Macht des Erzählens

Premiere: So, 18. November 2018
Musikalisches Familienstück
Koproduktion des Schauspiels mit dem Jungen NTM

ab 8 Jahren

Eine fantastisch erzählte Geschichte reißt uns mit: Man möchte immer weiter zuhören, doch dann überwältigt einen der Schlaf und man muss bis zum nächsten Abend warten, um zu erfahren, wie es weitergeht. Und selbst wenn die eine Geschichte zu Ende ist, fängt die nächste, noch viel spannendere erst an. Es ist deswegen auch kein Wunder, dass Gemeinschaften vor allem dann entstehen, wenn Geschichten erfunden, ausgetauscht und weitergegeben werden. Gut möglich, dass auch heute wieder junge Menschen auf den Dächern der Stadt sitzen, auf den Fluss schauen und den Gestalten aus »1001 Nacht« begegnen: dem buckligen Sänger, der Tochter des Sultans, dem verzauberten Affen und vielen, vielen mehr…

 

Das deutsch-russisch-ukrainische Theaterkollektiv subbotnik besteht aus dem Musiker und Komponisten Kornelius Heidebrecht, dem Regisseur und Bühnenbildner Martin Kloepfer und dem Schauspieler und Autor Oleg Zhukov. In ihrer Theatersprache verbinden sie Live-Hörspiel mit Live-Musik und Performance. In ihrer Version von »1001 Nacht«, jener berühmten Geschichtensammlung mit indischen, persischen und arabischen Wurzeln, feiern sie mit bekannten Narrationen, neuen musikalischen Kompositionen und großen Bildern die Macht des Erzählens.

 

Dauer: 1 Stunde und 15 Minuten; keine Pause

Die angegebene Dauer ist lediglich ein Richtwert.

 

Leichte Sprache:

Menschen hören gerne Geschichten. Besonders wenn sie gut sind. Dann will man immer weiter zuhören. Aber irgendwann wird man müde. Man schläft ein. Und muss bis zum nächsten Abend warten, bis die Geschichte weitergeht. Dann kommt die nächste Geschichte. Die ist noch viel besser. Und man will immer weiter zuhören.

Was passiert, wenn Menschen Geschichten erzählen. Die Menschen sitzen zusammen. Sie hören zu. Es kommen andere Menschen dazu. Sie alle sind eine Gemeinschaft.

Früher haben die Menschen sich Geschichten aus Tausend und einer Nacht erzählt. Vom buckligen Sänger. Von der Tochter des Sultans. Vom verzauberten Affen. Und noch viel mehr. Heute machen die jungen Leute andere Sachen. Aber vielleicht wird Geschichten erzählen wieder modern. Wer weiß das schon.

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»Mit ihren Bildern und Bühneneffekten schlägt die zauberhafte Inszenierung nicht nur Kinder in ihren Bann. [...] Die Inszenierung besticht durch bunte Bilder und dezente Musik, die die Märchenerzählungen begleiten. [...] Die Effekte werden nicht wie von Zauberhand versteckt ausgeführt, sondern vor den Augen der Kinder auf offener Bühne vollzogen, ohne dass sie dadurch in ihrer Wirkung und Suggestionskraft etwas einbüßen würden« (Die Rheinpfalz, 21.11.2018)

 

»Subbotnik versteht sich auf einfache Mittel und weiß sie effektvoll anzuwenden, ohne sie zu verbergen. Alle künstlerischen Werkzeuge werden bewusst gezeigt und den am Entstehen interessierten Kindern vorgeführt. Das schmälert weder den Effekt noch die Spannung der Geschichte.« (Mannheimer Morgen, 20.11.2018)

 

»Ein Teil des großen Bühnenbodens verläuft schräg und deutet das Dach an. Im Hintergrund leuchtet die dunkelblaue Silhouette einer Stadt im Gegenlicht. An den Rändern der Bühne stehen Holzrahmen und Stellwände, die Wohnungen andeuten. In ihnen sitzen weitere Akteure und spielen auf Instrumenten und fantastischen klangerzeugenden Gegenständen. Denn neben den sich im Laufe der Erzählungen wandelnden Hintergründen für die sechs Figuren, die in allerlei Gewänder und Rollen schlüpfen, ist das Publikum von den Schattierungen der Stimmen und ganz besonders von den Geräuschen gefesselt.« (Mannheimer Morgen, 20.11.2018)

 

»Dass das Ensemble mit großer Begeisterung dabei ist, spüren die kleinen und großen Zuschauer jede Minute. Wer genau hinschaut, bemerkt, dass Nasrin geschickt in mehrere Rollen schlüpft, ebenso wie alle anderen Protagonisten. Jacques Malan als Schneider und Fischer, Ragna Pitoll als Schneiderin und Königstochter, Rocco Brück als Koch und Wesir, Sebastian Reich als Arzt und Sultan. Die Inszenierung kommt mit wenigen Bildern und sich hebenden Bühnenpodesten aus und erlaubt viel Raum für Fantasie. Das Besondere ist die Begleitmusik auf E-Gitarre und Klavier, mit Donnerblech, ja sogar einem Essbesteck.« (Rhein-Neckar-Zeitung, 20.11.2018)

 

»Die beiden (Johannes Bauer und Sarah Zastrau) sind die Protagonisten in dem musikalischen Familienstück […]. Der lang anhaltende Applaus im Schauspielhaus belohnte die vielen kreativen Mitmacher, die diese Koproduktion von Schauspiel und Jungem Nationaltheater auf die Bühne gestellt haben. Das Stück (für Kinder ab acht Jahre) passt zu Mannheim, zumal die Musik immer wieder effektiv eingesetzt wird – ein Muss in der Unesco City of Music.« (Rhein-Neckar-Zeitung, 20.11.2018)

 

»Die Inszenierung lebt durch die Musik und genau wie das Bühnenbild [...] alle Umbauvorgänge zeigt, wird jede musikalische Sequenz, jedes Geräusch von den Schauspielern auf der Bühne produziert. So kann der Zuschauer genau sehen, wie mit einem Weidenkorb knarzende Schiffsplanken entstehen und dass der Bass, der drohendes Unheil ankündigt, dort drüben von einem Schauspieler gespielt wird. Die musikalische Untermalung existiert gleichberechtigt neben den Schauspielern auf der Bühne und erschafft präzise und einfach ganze Welten. Der Zauber dieser, dem Kollektiv eigenen, Erzählweise entsteht durch konsequente Offenlegung, die die Zuschauer fesselt.« (uni[ma]gazin, 21.11.2018)

 

»Auf der Bühne wird auf so wundervolle und eindrucksvolle Weise mit allen Mitteln, die das Theater hergibt, gespielt, dass man große Lust hat mitzuspielen oder zumindest hofft, dass diese fantastische Erzählung nie aufhört.«  (uni[ma]gazin, 21.11.2018)