Festivalzentrum

Open Air Kino

Der Sommer in Mannheim ist bekanntlich trocken und fast südlich heiß. Wer will da zuhause in der stickigen Wohnung Filme schauen? Wir haben deshalb in Zusammenarbeit mit dem Cinema Quadrat ein vielseitiges Filmprogramm kuratiert, das sich zwischen Science-Fiction, Musikfilm und Dokumentation der Frage zuwendet, wie wir uns die Zukunft vorstellen sollen: Düster? Pessimistisch? Oder doch lieber bunt und lustig? Und welche Rolle kann Musik bei all dem spielen? Eröffnet wird die kleine Reihe am 18.06. im lauschigen Innenhof des Cinema Quadrat. An den darauffolgenden vier Terminen kann man dann in unserem Festivalzentrum die futuristischen Gedanken schweifen lassen. Die große Projektionswand und unsere hochwertigen Funkkopfhörer werden für ungestörten Filmgenuss sorgen.
– Lassen Sie sich überraschen!


In Zusammenarbeit mit dem Cinema Quadrat e.V. -Filmkunsthaus in Mannheim.


Exklusiver Partner des Open-Air-Kinos des NTM: Baden-Württembergische Bank

 

Everything Will Change

EVERYTHING WILL CHANGE erzählt vom abenteuerlichen Road-Trip dreier Freunde, BEN, FINI und CHERRY, die im Jahr 2054 eine sterile, betonierte Welt bewohnen. Als sie erfahren, dass ihr Planet einst von reicher, bunter Schönheit geprägt war, machen sie sich auf eine Reise, um Antworten auf ihre immer größer werdenden Fragen zu suchen: Was ist Giraffe? Und warum sind die Tiere verschwunden, die es mal gab? In einem geheimnisvollen Schloss treffen die Freunde auf alternde Wissenschaftler*innen und weise Poeten, die Daten und Erinnerungen zum 6. Artensterben in ihrem Archiv sammeln. Die Suche führt in die 2020er Jahre - der letzten, verpassten Chance des Planeten. Die Drei sind fassungslos und hecken einen mutigen Plan aus. Doch ihr Versuch, die Menschheit wach zu rütteln und das Geschehene ungeschehen zu machen, scheitert kläglich. Enttäuscht erkennen sie, dass es in ihrer Welt nichts mehr zu retten gibt. Schließlich folgen sie den rätselhaften Spuren, die ihnen ein uralter Antiquitätenhändler gegeben hatte. So fassen die Freunde einen letzten, waghalsigen Entschluss, der alles ändern wird.

 

Spaceship Earth

Die Zukunft ist hier! 1991 beobachtet die ganze Welt ein Experiment: Acht visionäre Wissenschaftler schirmen sich von der Außenwelt komplett ab und begeben sich in eine riesige Kuppel, die als Nachbau des Ökosystems der Erde fungieren soll. Doch schon nach kurzer Zeit droht der ökologische Kollaps und der ambitionierte Versuch wird zur Lebensgefahr.

Spannend wie ein Thriller, bewegend wie großes Kino. Seit der Premiere auf dem Sundance Film Festival begeistert SPACESHIP EARTH Zuschauer rund um den Globus. Regisseur Matt Wolf schafft es mit seiner Doku spielerisch, über wichtige Themen unserer Zeit wie Klimawandel und Nachhaltigkeit zu reflektieren.

 

Gegen den Strom

Halla (Halldóra Geirharðsdóttir) ist Chorleiterin, eine unabhängige und warmherzige, eher in sich gekehrte Frau. Doch hinter der Fassade einer gemächlichen Routine führt sie ein Doppelleben als leidenschaftliche Umweltaktivistin. Bekannt unter dem Decknamen Die Bergfrau bekämpft sie heimlich in einem Ein-Frau-Krieg die nationale Aluminiumindustrie. Erst mit Vandalismus und letztlich mit Industriesabotage gelingt es ihr, die Verhandlungen zwischen der isländischen Regierung und einem internationalen Investor zu stoppen. Doch dann bringt die Bewilligung eines fast schon in Vergessenheit geratenen Adoptionsantrags Halles gradlinige Pläne aus dem Takt. Entschlossen plant sie ihre letzte und kühnste Aktion als Retterin des isländischen Hochlands.

Bereits mit seinem großartig skurrilen Spielfilmdebüt Von Menschen und Pferden erregte Benedikt Erlingsson international Aufmerksamkeit. Nun ist der isländische Regisseur zurück mit einer ebenso knochentrockenen wie politisch scharfzüngigen Komödie. Mit bildgewaltiger Poesie inszeniert er die betörend kargen Weiten Islands und bietet seiner Hauptdarstellerin Halldóra Geirharðsdóttir den perfekten Raum für eine brillante Performance. GEGEN DEN STROM begeisterte das Publikum der Semaine de la Critique auf dem Filmfestival Cannes 2018 und gewann als Eröffnungsfilm den Art Cinema Award auf dem Filmfest Hamburg 2018.

 

Moon

Der Astronaut Sam Bell, seit drei Jahren Angestellter der Firma Lunar, steht kurz vor dem Ende seines Vertrages. Über drei Jahre lang war der Mond sein Arbeitsplatz und sein Zuhause. Hier war er völlig alleine mit dem Abbau von Helium 3 beschäftigt, ein kostbares Gas, das die Energiekrise auf der Erde beenden könnte. Die Einsamkeit hat ihm Zeit gegeben, über sich selbst nachzudenken und sich Gedanken über seine Fehler in der Vergangenheit zu machen. Seinen Job führt er die letzten verbleibenden zwei Wochen nur noch mechanisch aus und verbringt die meiste Zeit lieber damit, sich auf seine bevorstehende Rückkehr zur Erde, seine Frau Tess, ihre gemeinsame dreijährige Tochter zu freuen. Doch kurz vor seiner Abreise beginnt Sam seltsame Dinge zu sehen und zu hören: Als auch noch eine Routinekontrolle fürchterlich schief geht, entdeckt er, dass sein Arbeitgeber ganz eigene Vorstellungen von seinem Verbleib hat. Bevor er zur Erde zurückkehren kann, muss Sam sich eingestehen, dass das Leben, das er gelebt hat, nicht sein eigenes ist. Regisseur Duncan Jones hat einem brillanten Sam Rockwell die Rolle auf den Leib geschrieben, den suggestiven Soundtrack steuerte Clint Mansell, bekannt für seine Kompositionen für Darren Aronofsky, bei. Herausgekommen ist ein optisch beeindruckendes und klaustrophobisch beklemmendes Weltraumdrama, das sich die NASA zu einem Spezial-Screening einfliegen ließ.