Opernhaus

Aida

Giuseppe Verdi Premiere: Sa, 29. Oktober 2016
Oper in vier Akten. Libretto von Antonio Ghislanzoni
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Giuseppe Verdi kann selbst aus einem letzten Lebenshauch ein Duett komponieren, das sein Publikum über Generationen in Atem hält. Die Geschichte der schönen Sklavin, die sich in Zeiten des Krieges gegen das eigene Volk nach der Liebe des Kriegsführers sehnt, versteht Regisseur Roger Vontobel als zeitlose Parabel über die Reibung zwischen individuellen Bedürfnissen und gesellschaftlichen Notwendigkeiten. Feinde und Freunde tragen hier wechselnde Masken, zwischen Ritus, Gemeinschaft, Exzess und Gewalt gibt es keine Macht, die das Chaos lichten könnte. Nicht allein im exotisch fernen Ägypten, sondern überall auf der Welt ereignet sich Aidas Tragödie, und so kann es kein Zufall sein, dass das Werk während der faschistischen Angriffskriege gegen Abessinien von Mussolini verboten wurde.

Gemeinsam mit Bühnenbildner Palle Christensen und Kostümbildnerin Nina von Mechow schafft Vontobel eine Welt, die uns seltsam vertraut und zugleich völlig entrückt ist. Eine Welt, in der der Klang einer erstickenden Stimme so schön sein kann wie das Gefühl, zum ersten Mal verliebt zu sein. – Mit der Premiere von Aida feiert Alexander Soddy seinen Einstand als neuer Generalmusikdirektor des NTM.

 

Dauer: ca. 3 Stunden, inkl. einer Pause

Die angegebene Dauer ist lediglich ein Richtwert.

 

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Alexander Soddy, der Generalmusikdirektor im neuen Mannheimer Leitungsteam unter dem Intendanten Albrecht Puhlmann, formuliert die Kontraste schon im Vorspiel zur Oper mit dem Orchester des Nationaltheaters wirkungsvoll aus: da ist erst feinstes, ganz leises Streicherfiligran – und kurz danach ist der Saal voll mit lautem, packendem Theater; da steht Intimes, Zerbrechliches neben pompösen Massenszenen, und an das Kammer – grenzt das Muskelspiel. (Stuttgarter Zeitung, 31.10.2016)

 

Das neue Ensemblemitglied Miriam Clark ist eine ungemein charakteristische, hochdramatische, bisweilen Charakter und Dramatik vor lupenreine Schönheit stellende Aida, Heike Wessels eine opulente, tiefgreifende Amneris. (Frankfurter Rundschau, 31.10.2016)

 

Miriam Clark legt ihr Rollendebüt sehr lyrisch an, betört mit zartesten Piani und lieblich leuchtendem Timbre und hat doch jederzeit die Reserven für die großen dramatischen Zuspitzungen. (Die Deutsche Bühne, 31.10.2016)