Mannheimer Bürgerbühne - Kulturschule

Ein künstlerisches Projekt mit der Johannes Keppler Grund- und Gemeinschaftsschule

 

In Mannheim leben Menschen aus 170 Nationen, mit unterschiedlichen kulturellen Erfahrungen und Erwartungen. Auch in der Mannheimer Johannes Keppler Grund- und Gemeinschaftsschule, wo über 90% der Schüler einen Migrationshintergrund haben, zeigt sich diese kulturelle Vielfalt Mannheims. Jeder Schüler bringt eine eigene Idee von Gemeinschaft und persönliche Erfahrungen von Gesellschaft mit. Über ein Schuljahr hinweg werden Tanz-, Musik-, Bildende Kunst- und Schauspielclubs für Schüler eine Begegnungsstätte sein. Angeleitet von Künstlern erforschen sie das Verbindende der unterschiedlichen Kulturen: Wie lässt sich unsere heutige Gesellschaft charakterisieren, ohne in eine schlichte Polarisierung zu verfallen? Welche neuen Erzählungen über Gesellschaft und welche kulturelle Praktiken sind durch kulturelle Vielfalt entstanden? Mit welchen Hoffnungen, Vorbehalten oder Ängsten blicken sie auf ihre Zukunft und auf die Zukunft unserer Welt?

Das Gesamtprojekt des Nationaltheater Mannheims, welches aus der Inszenierung Mannheimer Geschichten und dem Integrationsprojekt Kulturschule besteht, schaut durch die Kunst auf die Gesellschaft und auf die Bürger dieser Stadt und ermöglicht einen Moment der Reflexion: Wie möchten wir in Zukunft leben und unsere Gesellschaft gestalten?

 

Mit freundlicher Unterstützung durch den Innovationsfonds Kunst des Landes Baden-Württemberg

 

 

7 Sachen

Leitung Michael Bronczkowski (Tänzer)

Ich packe meine sieben Sachen und nehme mit:… Was ist dir wichtig? Was möchtest du nicht verlieren? Im Tanzclub tauschen wir uns durch Bewegung aus. Jeder Tanz erzählt eine kleine Geschichte, daraus wird eine große Collage entstehen. Wir sind Mannheim!


Ausdruck – ein Experiment ohne Worte

Leitung Lea Aderjan (Theaterpädagogin)

Spielen mit dem Körper, der Begegnung, dem Blick, den Gesten – alles ohne große Worte. So schaffen wir Raum für neue Eindrücke – auf physischer und mentaler Ebene. Der Club ist ein Experiment mit Körper, Raum und Verständigung.


eIndruck – Ein Experiment mit wahrnehmung

Leitung Lea Aderjan (Theaterpädagogin)
Der erste Eindruck zählt – aber der Zweite ist manchmal stimmiger. Wir verlassen uns zu oft gerne auf unseren ersten Eindruck. Dass ist auch richtig so, wenn wir uns nicht von ihm beherrschen lassen. Eindrücke und Wahrnehmungen lassen sich am besten in der Begegnung mit anderen Kulturen oder mit anderen Menschen erforschen – die Anderen sind eben doch irgendwie alle anders oder alle gleich oder beides? Ein Experiment mit uns, den Anderen und der Wahrnehmung.


Ich bin hier - ich auch

Leitung Victor Witschi (Theaterpädagoge BuT)

Im Zentrum dieses Clubs steht die Begegnung von Menschen, die einer Minderheit oder einer Masse zugeschrieben werden. Eingefahrene Muster sollen dabei durchbrochen werden, es wird gemeinsam geforscht und viel gelacht.


Mein Paradies

Leitung Mehrdad Zaeri und Christina Laub (Illustrator und Fotografin)

»Wie sieht eigentlich Dein Paradies aus?« - Diese sehr persönliche Frage stellte der Mannheimer Künstler und Illustrator Mehrdad Zaeri den Teilnehmer*innen ganz zu Beginn. Auf Grundlage dieser Fragestellung erschuf die kleine Gruppe Einheimischer und Gefüchteter aufwendige Papierstädte, die die Fotografin Christina Laube gekonnt in Szene setzte.


Mit anderen Augen

Leitung Maya Maurer

Wie nehmen wir die Welt um uns herum wahr? Gemeinsam wollen wir in einem Fotoprojekt untersuchen, aus welch unterschiedlichen Blickwinkeln wir unsere Umgebung betrachten. Mit Einwegkameras machen wir uns auf den Weg, Mannheim neu zu entdecken.


Ohne Worte

Leitung Victor Witschi (Theaterpädagoge)

Kannst du dich verständigen ohne dafür Worte zu nutzen? Wir wollen den Körper als Sprachrohr zu nutzen. Mit Hilfe von Stimmlauten und später auch Masken, wollen wir uns diese Form der Kommunikation aneignen.


Pop & Weltmusik als verbindende Sprache

Leitung Markus Sprengler (Musiker)

Der Unterricht verbindet die Talente und musikalischen Ideen der Teilnehmer*innen durch Workshops in Vocal- & Bandcoaching, Bodypercussion und Musikbusiness.


Projektionen

Leitung Nina Lenz (Theaterpädagogin)

Bei diesem Workshop ging es um Geschichten über Wahrnehmungsverzerrungen und Vorurteile, von Projektionen und Bildern, die in Köpfen entstehen und doch nicht real sein müssen. Aber was ist Realität? Und können wir uns eine gemeinsame schaffen? Durch kreatives Schreiben sind wir unseren (Vor-)Urteilen zu Leibe gerückt.


Silben-Spiele mit und ohne Sinn

Leitung Boris Konezcny und Barış Tangobay (Schauspieler)

Wir werden uns mit Gedichten beschäftigen - und zwar silbenweise. Bringt eure Lieblingstexte mit - schriftlich oder im Kopf und Herzen! Sprache ist Heimat. Wir erarbeiten Sprechchöre und Solos und begleiten sie mit Instrumenten der Teilnehmer (bitte mitbringen). Übersetzung ist ein Teil des Spiels.


Tanz auf Franklin

Leitung Jonas Frey (Tänzer)

Ausgehend vom urbanen und zeitgenössischen Tanz lernen wir uns tänzerisch auszudrücken und mit Bewegung zu kommunizieren. Auf diese Weise erarbeiten wir choreographische Elemente, die wir zu Kompositionen zusammenführen.


Theater der Bilder

Leitung Angelika Senft-Rubarth (Designerin und Theaterpädagogin)

Wer malt, spricht in Bildern. Bilder werden zu Tieren. Bilder-Tiere können alles: Katzen, Kamele, Käfer - malt ihre Geschichten auf Papier! Sie laden uns ein zu spielerischen Theater-Übungen.


zwölf dinge, zwölf geschichten

Leitung Wolfgang Sautermeister (Performancekünstler)

Ja, es ist möglich ohne Worte, ohne Reden zu erzählen. In dem Workshop werden wir mit Gegenständen und unserem Körper Geschichten erzählen. Eigene Geschichten. Erfundene Geschichten. Gehörte Geschichten.