Mannheimer Bürgerbühne - Clubs und Labore

Wir möchten mit euch in Clubs und Laboren Theater spielen, tanzen, diskutieren und vieles mehr gemeinsam ausprobieren und gestalten. Hier findet ihr einen Vorgeschmack auf das, was euch erwartet. Informationen zu allen Projekten der Mannheimer Bürgerbühne erhaltet ihr in einer gesonderten Broschüre, die im Sommer 2017 erscheint.


Wann trete ich einem Club der Mannheimer Bürgerbühne bei?
Wenn du Lust auf ein neues Hobby hast.
Wenn du Fragen hast rund um Gesellschaft und Theater.
Wenn du den Austausch mit anderen Clubmitgliedern und Theatermitarbeitern magst.


Was passiert hier genau?
Du triffst auf Theaterprofis und philosophierst über das Theater der Zukunft, bist dabei, wenn eine Ballettproduktion entsteht oder entdeckst Mannheim ganz neu.
Es wird geredet, gespielt, getanzt, aber auch erzählt, erfunden, experimentiert.
Es wird sich über gemeinsam besuchte Theatervorstellungen ausgetauscht.


Wie oft trifft sich ein Club?
Es gibt einwöchige Clubs, die täglich stattfinden.
Es gibt Monats- und Jahresclubs, die einmal wöchentlich stattfinden.
Ob es am Ende eine Abschlusspräsentation gibt, entscheidet jeder Club selbst.

Überquellende Mülleimer, eine Armbanduhr mit einem Ziffernblatt so groß wie der eigene Handteller, Kinder, die Wer-hat-Angst-vorm-schwarzen-Mann spielen und aufgespritze Lippen: Wie empfingen wir das?  Wir wollen uns dem Hässlichen zuwenden. Wir werden uns mit dem Schäbigen, Widerlichen und Unpassenden auseinandersetzen. Wir analysieren, performen und setzen die Hässlichkeit in Szene. Dafür brauchen wir Neugier und Lust, uns auch mit der eigenen Hässlichkeit auseinanderzusetzen.


Termine: 4. Dezember 2017 bis Juni 2018, montags, 19.00–21.00 Uhr

Ort: Proberaum Bürgerbühne, R4, 5–7

Kosten: 80 Euro/erm. 60 Euro, inkl. gemeinsamer Vorstellungsbesuche

Leitung: Lea Aderjan (Theaterpädagogin, Regisseurin)

Gibt es in Mannheim vor und hinter der Bühne Nationaltheater-Familien mit Vätersöhnen, Müttertöchtern, Großelternkindern und, und, und? Das lokalgeschichtliche Rechercheprojekt beschäftigt sich mit dem Feld der »Theaterfamilie« gestern wie heute. Gemeinsam mit den Clubmitgliedern werden Fragestellungen entwickelt und Zeitzeugen zu Interviews eingeladen. Wir orientieren uns an den in Mannheim zur Welt gekommenen Theaterkindern verschiedener Generationen.

 

Termine: 8 Termine ab 9. Oktober 2017 bis Februar 2018, montags, 18.30–20.00 Uhr

Ort: Besprechungsraum Intendanz, Mozartstr. 9

Kosten: 30 Euro/erm. 15 Euro, inkl. gemeinsamer Vorstellungsbesuche

Leitung: Dr. Laura Bettag (Referentin der Eigenbetriebsleitung)

Viele Träume einer besseren Welt sind im Katastrophenjahr 2016 zerplatzt. Wir nutzen das utopische Moment des Theaters und entwerfen auf Grundlage moderner Dystopien von Orwell über Eggers bis Houellebecq Szenarien einer möglichen, anderen Gegenwart. Kann es sein, dass moderne Dystopien utopischer sind als Utopien, weil sie mit konkreten gesellschaftlichen Beispielen vor Demokratieverlust und Freiheitseinschränkung warnen?


Termine: 17. Oktober 2017 bis Februar 2018, dienstags, 19.30–21.00 Uhr

Ort: Proberaum Bürgerbühne, R4, 5–7

Kosten: 50 Euro/erm. 30 Euro, inkl. gemeinsamer Vorstellungsbesuche

Leitung: Silke zum Eschenhoff (Leiterin Bürgerbühne)

Spontanität, Schlagfertigkeit, Selbstironie: Das sind Fähigkeiten, die ihr zu Beginn in unserem Jahresclub lernt. Danach improvisieren wir gemeinsam und suchen in Mannheim nach Konflikten, die wir nach Regeln des Forumtheaters szenisch darstellen und bearbeiten. Die fertigen Szenen zeigen wir am Ende vor Zuschauern, die in einem interaktiven Setting Lösungen einbringen können. So werden wir zu Spielern und Forschern.

Positiver Nebeneffekt: Waschbrettbauch durch Lachmuskeln.

 

Termine: 25. Oktober 2017 bis Juni 2018, mittwochs, 18.30–20.30 Uhr,

Sondertermine: Sa, 21. Oktober und Sa, 16. Dezember, 14.00–18.00 Uhr

Ort: Proberaum Bürgerbühne, R4, 5–7

Kosten: 80 Euro/erm. 60 Euro, inkl. gemeinsamer Vorstellungsbesuche

Leitung: Michel Jung (Theaterpädagoge BuT), Victor Witschi (Theaterpädagoge BuT)

Mensch und Tier zwischen Faszination, Magie und Entfremdung. Winzig klein und überwältigend groß, in unendlicher Vielzahl waren die Tiere immer schon da, kamen uns immer schon wild und gefährlich, schön und lustig, ekelig und niedlich, schrecklich und reizend vor. Von Weißen Federn und schwarzem Fell. Von Fury, Flipper und Lassie. Heinz Sielmann, Franz Marc und Joseph Beuys. Vom Tier in uns. Von Lasso und Peitsche. Wild Horses und White Bird. Wir erarbeiten eine Performance zwischen Schönheit, Wut und Trauer.

 

Termine: 12. Oktober 2017 bis Juni 2018, donnerstags, 20.00–22.00 Uhr

Ort: Proberaum Bürgerbühne, R4, 5–7

Kosten: 80 Euro/erm. 60 Euro, inkl. gemeinsamer Vorstellungsbesuche

Leitung: Wolfgang Sautermeister (Performancekünstler)

Der französische Film Kinder des Olymp von Marcel Carné wird das Thema dieses Tanz-Clubs sein. Wir setzen uns mit den Haupthemen, Handlungen und Charakteren auseinander und versuchen mit Hilfe des Tanzes möglichst viele Bewegungssprachen zu finden und Atmosphären zu schaffen.


Termine: 11. Oktober 2017 bis Februar 2018, mittwochs, 20.30–22.00 Uhr

Ort: Proberaum Bürgerbühne, R4, 5–7

Kosten: 50 Euro/erm. 30 Euro, inkl. gemeinsamer Vorstellungsbesuche

Leitung: Michael Bronczkowski (Tänzer)

Zum Tanz im Theater gehören körperliche Ausdruckskraft, Kostüme, Beleuchtung, Musik bis hin zu Requisiten: Wie beeinflussen sich diese Elemente während des Schöpfungsprozesses? In diesem Club erforschen wir den Einfluss und die Wirkung von externen Elementen auf unseren Tanz.

 

Termine: 20. März bis Juni 2018, dienstags, 19.00–20.30 Uhr

Ort: Proberaum Bürgerbühne, R4, 5–7

Kosten: 50 Euro/erm. 30 Euro, inkl. gemeinsamer Vorstellungsbesuche

Leitung: Julia Headley (Tänzerin)

Frauenperspektiven versus Perspektiven der Frauen
Ab September 2017 (Die Termine können auch einzeln besucht werden)

 

Gesellschaftliche Entwicklungen fordern uns Frauen heraus, Werte neu auszuhandeln und über uns und unsere Umwelt nachzudenken: Wie frei sind wir Frauen tatsächlich? Was bedeutet für uns Sicherheit? Wie viel Macht haben wir durch Konsum? Ist männlicher Feminismus ein Widerspruch? Und kann es in einer männlich dominierten Welt eine geschlechterbewusste Erziehung geben? Wir versprechen euch kontroverse Diskussionen, Brot und Spiele. Männer sind herzlich willkommen.

 

Leitung
Zahra Deilami (Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Mannheim), Silke zum Eschenhoff (Leiterin Bürgerbühne)
In Kooperation mit dem FrauenKulturRat

 

Weitere Infos und alle Termine