Anastasiia Kosodii

Hausautorin Spielzeit 2022/23

Anastasiia Kosodii

Ihre Karriere begann Anastasiia Kosodii als Mitbegründerin des Theaters Zaporizka nova drama in ihrer ukrainischen Heimatstadt Saporischschja, wo mit »Ministry of Education and Science of Ukraine« und »The Greatest Pain on Earth« einige ihrer Stücke aufgeführt wurden. Von 2014 bis 2016 waren zudem »Get me a City Council Building«, »Bring me from Lviv what we don’t have in Zaporizhzhia« und »Who Stole your Horses« für die Festivals »Week of Modern Plays« in Kyiv und »Lubimovka Young Russian Playwrights Festival« in Moskau nominiert. 2017 arbeitete sie zudem als Kreativdirektorin am Projekt »Theatrical Laboratory: Behind the Borders of Fear« mit, das vor allem in kleinen ukrainischen Städten an der Grenze zu den damaligen Besatzungsgebieten einen Ort für Theater schaffte. 2019 wurde sie leitende Dramatikerin des PostPlay Theaters in Kyiv. Im gleichen Jahr wurde ihr Stück »Timetraveller's guide to Donbas« am Lesi Ukrainki Theater in Lviv aufgeführt, in dem sich zwei Zeitreisende aus dem Jahr 2036 auf den Weg ins Jahr 2013 machen, um nach dem Ursprung des Krieges im Donbass zu suchen. Das Stück entstand für das Projekt »Krieg im Frieden« des Internationalen Dramatiker*innenlabors in Berlin. 2019 war sie zudem als Autorin an dem Projekt »City To Go«, das in drei Städten der Regionen Donezk und Lugansk (Bakhmut, Popasna, Mykolaivka) mit Kindern in lokalen Schulen aufgeführt wurde. Im Jahr 2020 schrieb sie das Stück »Was ist jüdische Musik« über ukrainischen Antisemitismus, das auf dokumentarischen Interviews über den Holocaust basiert und das sie zusammen mit dem Komponisten Yuriy Gurzhy, dem Künstler Nikolai Karabinovich und der Schauspielerin Alina Kostiukova selbst uraufführte. 2021 arbeitete Anastasiia Kosodii zusammen mit Natalia Vorozhbyt als Dramatikerin an »Crimea 5am«, einem internationalen Projekt, das politischen Gefangenen gewidmet ist. Es soll die Aufmerksamkeit der ukrainischen und internationalen Gesellschaft auf die Menschenrechtsverletzungen auf der besetzten Halbinsel Krim lenken.