Eva Resch (Gast)

Eva Resch (Gast)

Mit ihrem flexiblen wie ausdrucksstarken hohen Sopran gehört Eva Resch zu einer der aufregendsten Sängerinnen der jüngeren Generation. Die Presse schwärmt: »Resch, die äußerst feinfühlig zwischen dramatischem Ausdruck und lyrischem Zartgefühl zu wechseln weiß, wirkt bei jedem einzelnen Ton, jeder eindringlich geäußerten Emotion und Expressivität ganz authentisch.« (Bremer Nachrichten)

»Ein neuer Stern am Liedsänger-Himmel.« (Concerti).

 

Als versierte Interpretin zeitgenössischer Musik wurde sie an das Teatro de Bellas Artes und zum Festival Cervantino in Guanajuato nach Mexiko eingeladen sowie in die Villa Massimo in Rom. Sie gastierte u. a. an den Nationaltheatern in Warschau und Weimar, an der Oper Bonn, der Malmö Opera sowie anlässlich der Münchener Biennale, der Wiener Festwochen und der Berliner Festspiele.

Eva Resch brachte u. a. Werke von Wolfgang Rihm, Pascal Dusapin, Thomas Adès, Johannes Maria Staud, Vladimir Tarnopolski, Philipp Maintz, Gordon Kampe und Anno Schreier zur (Ur-)Aufführung. Sie arbeitete mit Regisseuren wie Claus Guth und Werner Schroeter und sang unter dem Dirigat von Franck Ollu, Stefan Asbury, Walter Koberá, Johannes Kalitzke und Alicija Mounk.

Mit großer Begeisterung widmet sie sich auch kammermusikalischen Projekten: so interpretiert sie regelmäßig mit dem Ensemble Modern die »Chaplin Operas« von Benedict Mason, zuletzt am Tschaikowski Theater in Perm (Russland), in der Philharmonie in Essen und an der Cité de la Musique/beim Festival d’Automne Paris sowie mit dem Collegium Novum in der Tonhalle Maag Zürich. Schönbergs Streichquartett Nr. 2 führte sie gemeinsam mit dem Asasello Quartett u. a. an der Philharmonie de Paris und am Schauspiel Köln auf. 2019 sang sie ein Porträtkonzert zu Gordon Kampe mit dem Ensemble LUX:NM beim SWR2 in der Reihe »Jetzt Musik« in Rottenburg. 2020 interpretierte sie Schönbergs »Pierrot Lunaire« mit dem Zafraan Ensemble erfolgreich im Radialsystem Berlin.

Ihre Debüt-CD »Being Beauteous« (Genuin) mit Liedern von Debussy und Britten wurde für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik nominiert. Die CD »Insights« (Genuin) mit der Gesamtaufnahme aller Streichquartette Arnold Schönbergs in Zusammenarbeit mit dem Asasello Quartett wurde mehrfach ausgezeichnet. Im Mai 2019 folgte ihre aktuellste CD-Einspielung »Eden« (Genuin) mit dem Pianisten Eric Schneider mit dem »Buch der hängenden Gärten« von Arnold Schönberg und weiteren Liedern von Viktor Ullmann, Anton Webern und Franz Schreker, die sie u. a. im Arnold Schönberg Center in Wien im Liederabend vorstellte. Die CD wurde bereits für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik nominiert und war der Anlass für die Nominierung zur Sängerin des Jahres für den Opus Klassik 2020.

In der Saison 2021/22 gibt Eva Resch ihr Debüt bei den Israel Contemporary Players mit Masons »Chaplin Operas« in Tel Aviv. Darüber hinaus interpretiert sie im Rahmen des European Workshop for Contemporary Music Morton Feldmans »Voice and Instruments 1« an der Fryderyk-Chopin-Musikuniversität auf Einladung des Warschauer Herbsts/Deutschen Musikrats.

Eva Resch studierte Gesang und Szenische Gestaltung an den Hochschulen für Musik in Würzburg und Karlsruhe bei Sigune von Osten und Renate Ackermann. Danach prägten sie Prof. Eugen Rabine in einem privaten Studium, Peter Konwitschny und Helmut Deutsch in Meisterkursen.