Malin Bång

Komposition

Malin Bång erforscht in ihrer Musik bestimmte Themen aus dem Blickwinkel von Körperlichkeit, Bewegung und Energie. Sie definiert ihr musikalisches Material nach dem Grad der Reibung, um ein Spektrum unvorhersehbarer und kontrastreicher Aktionen zu schaffen, das von intim und kaum hörbar bis hin zu rau und hartnäckig reicht. In ihre Arbeit bezieht sie oft akustische Objekte ein, um die Klangwelt zu erweitern und zu suggerieren, dass ein musikalischer Inhalt durch alles, was für den künstlerischen Zweck wertvoll ist, geformt werden kann.

 

Malin Bång wohnt in Göteborg, Schweden, und ist Composer in Residence und Gründungsmitglied der Curious Chamber Players. Ihr Werk umfasst Musik für Instrumentalensembles, Orchester, elektronische Musik auf der Grundlage von Feldaufnahmen und instrumentale Performance-Stücke. In letzter Zeit hat sie sich in Zusammenarbeit mit den Mitgliedern der Curious Chamber Players speziell mit gemischten, verstärkten Instrumentalensembles beschäftigt, die mit akustischen Objekten erweitert wurden.

 

Ihre Werke werden weltweit aufgeführt. Zu den jüngsten Projekten gehört das Klavierkonzert »Inside Mareld« für die Wittener Tage, aufgeführt vom WDR Orchester und dem Pianisten Rei Nakamura. Das Porträtkonzert »how long is now« beim Ultraschall Festival 2014 wurde vom CCP aufgeführt, sie hat mit dem SWR Orchester und dem Ensemble Nikel bei den Donaueschinger Musiktagen, dem Klangforum Wien beim Impuls Festival, dem Ensemble Recherche bei den Wittener Tagen für Neue Musik, dem Nadar Ensemble bei den Darmstädter Ferienkursen und Faint Noise beim Huddersfield Festival zusammengearbeitet. Im Jahr 2010 wurde sie mit dem Kranichsteiner Stipendienpreis ausgezeichnet und 2012 wurde sie vom Berliner Künstlerprogramm des DAAD zu einem einjährigen Aufenthalt in Berlin eingeladen. Ihre Arbeit »splinters of ebullient rebellion« wurde mit zwei Preisen ausgezeichnet: 2018 mit dem Donaeueschinger Tage Orchestra Preis und 2020 mit dem Christ Johnson Preis.  

 

Malin Bång ist regelmäßig Gastprofessorin an Akademien in Europa, u.a. in Århus, Kopenhagen, Dresden, Köln, Barcelona, Dresden und Gent, sowie Teil des Lehrkörpers der Darmstädter Ferienkurse. Seit 2018 ist sie Dozentin für Komposition an der Gothenburg Academy of Music and Drama.