Pascale-Sabine Chevroton

Choreografie

Pascale-Sabine Chevroton wurde in Besançon, Frankreich geboren. Im Anschluss an ihr Studium am Conservatoire Nationale de Région de Besançon machte sie ihr Tanzdiplom an der Hochschule für Musik Köln und ließ sich in Klavier, Stepptanz, Gesang sowie in Akrobatik, Fechten und Commedia dell’arte unterrichten. In der indischen Form des Tanztheaters Kathakali ließ sie sich in Kerala, Indien unterweisen. Außerdem schloss sie ein Psychologie-Studium an der Universität Reims ab. Als Tänzerin fest engagiert war Pascale-Sabine Chevroton am Theater Nordhausen und am Staatstheater Meiningen. Überdies war sie Mitglied des Aalto Ballett Essen und des Choreographischen Theaters am Stadttheater Freiburg. Seit 1999 arbeitet sie als freie Choreographin und Regisseurin im Bereich Oper, Operette und Musical.

Choreographien entstanden u. a. für »Ariadne auf Naxos« (2004) und »Wozzeck« (2007) am Theater Lübeck, »Lady Macbeth von Mzensk« (2006), »Il mondo della luna« (2008) am Theater St. Gallen,die Opern-Uraufführung »Das Waisenkind« (2009)am Theater Erfurt, »L’elisir d’amore« (2008) am Stadttheater Bern und »Peter Grimes« (2015) an der Opéra de Nice. Weitere Choreographien erarbeitete sie für die Vereinigten Bühnen Wien, das Volkstheater Wien sowie für »Salome« am Theater Linz (2016). Zu den gemeinsamen Arbeiten mit Regisseur Lorenzo Fioroni zählen »Die Fledermaus« (2013) am Staatstheater Karlsruhe, »Pelléas et Melisande« (2014) am Theater Heidelberg sowie »Macbeth« (2015) am Theater Augsburg.

Eigene Inszenierungen umfassen u. a. die Uraufführung von »Destino Tango« (2008) am Theater St. Gallen, »Carmen« (2009) und »Die Regimentstochter« (2010) für die Oper Klosterneuburg, »Cabaret« (2010) am Theater Pforzheim, »My Fair Lady« (2010) und »Sweet Charity« (2012) am Stadttheater Bern, »Die lustige Witwe« (2011) in Wuppertal und Montpellier, »West Side Story« (2012) am Landestheater Coburg und Theater Erfurt (2016), »Evita« (2013) am Staatstheater Wiesbaden, »La traviata« an der Opéra de Nice (2015), »Anatevka« (2018/19) für die Schlossfestspiele Heidelberg und das Theater Heilbronn sowie Kálmáns »Die Bajadere« (2019) in Neustrelitz. Mit Irina Brook gestaltete sie am Théâtre National de Nice eine Bühnenadaption von Ibsens »Peer Gynt«, die auch am Théâtre National des bouffes du Nord in Paris gezeigt wurde.Am Theater Lübeck waren wiederholt Regiearbeiten von ihr zu sehen, so u. a. »Kuss der Spinnenfrau« (2006), »Jekyll & Hyde« (2009), »Der Mann von La Mancha« (2013) und der Opern-Doppelabend »Il prigioniero/Suor Angelica« (2015). Mit Martin Grubinger gestaltete sie Produktionen am Konzerthaus Wien und der Philharmonie Luxembourg. Jüngste Engagements führten sie nach Saarbrücken, Koblenz, Heidelberg und Würzburg.