Barrie Kosky

Barrie Kosky

Barrie Kosky ist seit 2012 Intendant und Chefregisseur der Komischen Oper Berlin. Am Ende seiner ersten Spielzeit wurde die Komische Oper Berlin in der Kritikerumfrage der Zeitschrift Opernwelt zum Opernhaus des Jahres gewählt, 2016 wurde er in derselben Umfrage zum Regisseur des Jahres ernannt. 2014 erhielt er den International Opera Award als Regisseur des Jahres, im darauffolgenden Jahr wurde die Komische Oper Berlin mit dem International Opera Award in der Kategorie Ensemble des Jahres ausgezeichnet. Seine Bayreuther Inszenierung »Die Meistersinger von Nürnberg« wurde 2017 in der Kritikerumfrage der Zeitschrift Opernwelt zur Aufführung des Jahres gewählt.

Zu seinen jüngeren Arbeiten an der Komischen Oper Berlin zählen »Die Zauberflöte« (zusammen mit »1927«), die inzwischen weltweit zu sehen ist, »Die Monteverdi-Trilogie«, »Ball im Savoy«, »West Side Story«, »Moses und Aron«, »Les Contes d’Hoffmann«, »Jewgeni Onegin«, »Der Jahrmarkt von Sorotschinzi«, »Anatevka«, »Pelléas et Mélisande«, »Die Perlen der Cleopatra«, »Die Nase«, »Candide«, »La Bohème« sowie seine Inszenierung von »Castor et Pollux« (Koproduktion mit der English National Opera), die 2012 mit dem Laurence Olivier Award als beste neue Opernproduktion ausgezeichnet wurde.

Engagements als Opernregisseur führten Barrie Kosky unter anderem an die Bayerische Staatsoper München (»Die schweigsame Frau« und »Der feurige Engel«), zum Glyndebourne Festival (»Saul«), an die Oper Frankfurt (»Dido and Aeneas/Herzog Blaubarts Burg« und »Carmen«), die Dutch National Opera (»Armide«) sowie an das Opernhaus Zürich »(»La fanciulla del West«, »Macbeth« und »Die Gezeichneten«) und an das Royal Opera House in London (»The Nose« und »Carmen«). Im Juli 2017 debütierte er mit »Die Meistersinger von Nürnberg« erfolgreich bei den Bayreuther Festspielen. Zuletzt inszenierte er »Les Boréades« von Jean-Philippe Rameau an der Opéra de Dijon. Seine Inszenierungen wurden außerdem an der Los Angeles Opera, English National Opera in London, Australian Opera Sydney, Wiener Staatsoper, Oper Graz, Staatsoper Hannover, am Teatro Real Madrid, Theater Basel, Aalto Theater Essen, Deutschen Theater Berlin sowie am Schauspielhaus Frankfurt gezeigt. Seine Produktion von »Saul« für das Glyndebourne Festival eröffnete das Adelaide Festival 2017.

Barrie Kosky war 1996 Künstlerischer Leiter des Adelaide Festivals in Australien und inszenierte an der Opera Australia, Sydney Theatre Company, Melbourne Theatre Company und bei den internationalen Festivals in Sydney und Melbourne. Von 2001 bis 2005 war er Ko-Intendant des Schauspielhauses Wien.

Zukünftige Pläne umfassen die Uraufführung von »M – Eine Stadt sucht einen Mörder« von Moritz Eggert im Mai 2019 an der Komischen Oper Berlin sowie unter anderem Engagements an der Bayerischen Staatsoper (»Agrippina«, Juli 2019), der Opéra national de Paris (»Prinz Igor«, Herbst 2019), der Metropolitan Opera New York sowie bei den Festivals in Salzburg (»Orphée aux Enfers«, Sommer 2019), Aix-en-Provence und Glyndebourne.