Thérèse Wincent

Thérèse  Wincent

Die schwedische Sopranistin Thérèse Wincent wuchs in England auf und studierte am Royal College of Music in London bei Graziella Sciutti und Neil Mackie. Sie besuchte Meisterkurse bei Emma Kirkby, Nicolai Gedda, Thomas Hampson, Sarah Walker und Philip Langridge und gewann zahlreiche Gesangspreise sowie das Exhibitioner Scholarship. Sie wurde ausgewählt, eine Liveaufnahme in Gegenwart der Queen Elizabeth II zu gestalten, zu der eigens komponierte Musik für unbegleiteten Sologesang in Auftrag gegeben wurde. Nach ihrem Londoner Gesangsabschluss führte sie ihr Studium des Operngesangs an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien fort.
Thérèse Wincent gab ihr europäisches Operndebüt an der Kammeroper Wien, in Gian Carlo Menottis Die alte Jungfer und der Dieb und Das Medium, die der Komponist selbst inszenierte. Es folgten Engagements an der Volksoper, dem Schönbrunner Schlosstheater sowie am Theater an der Wien. 2003 wurde sie festes Ensemblemitglied beim Staatstheater am Gärtnerplatz in München.
Ihr Opernrepertoire umfasst die Titelrolle in Grigori Frids Anne Frank, Pamina in Die Zauberflöte, Musette in La Bohème, Anna Reich in Die Lustigen Weiber von Windsor, Gretel in Hänsel und Gretel, Echo in Ariadne von Naxos, Marie in Der Waffenschmied, Sophie in Werther, Der Fuchs in Das schlaue Füchslein, Flora in Brittens The Turn of the Screw, Die Schwester in Der Protagonist von Kurt Weill, Christa in Die Sache Makropoulos und Magdalena in der zeitgenössischen Oper Joseph Süss von Detlef Glanert.
Konzertauftritte führten Thérèse Wincent an viele Orte in Europa, Skandinavien und den USA, nach China und Japan. Über das gängige Konzertrepertoire hinaus war sie mit zeitgenössischen Werken von Karin Rehnqvist, Peter Maxwell-Davies, Colin Seamarks, Markus Zahnhausen, Paul Hertel und Rudi Spring zu hören. Sie ist regelmäßige Gastsolistin beim Ensemble Zeitsprung in München.

 

Foto: Ulrika Hellström-Lundgren