Schauspiel

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Vor

Es spielen

Viola/Cesario
Gräfin Olivia
Herzog Orsino
Clown Feste
Sir Toby Rülps
Sir Andrew Leichenwang
Malvolio
Maria
Antonio
Sebastian
Fabian
William Shakespeare

Was ihr wollt

Inszenierung
Bühne
Kostüme
Premiere
12. Juni 2010
weitere Aufführungen
27. September 2010
Wiederaufnahme
Karten
 
28. September 2010
Karten
 
30. September 2010
Karten
 
19. Oktober 2010
Karten
 
31. Oktober 2010
Karten

In Illyrien, dem Land der Wahnsinnigen und Liebestollen, wo Herzog Orsino mit ausdauernder Inbrunst und dennoch vergeblich um die schöne Gräfin Olivia wirbt, landet nach
einem Schiffbruch Viola. Als Mann verkleidet und unter dem Namen Cesario begibt sie sich in den Dienst des Herzogs und verliebt sich heimlich in ihn. Der nichts ahnende Herzog schickt Cesario sogleich mit neuen Liebesbotschaften zu Olivia, die diese wiederum scharf zurückweist. Stattdessen verliebt sie sich prompt in den vermeintlichen Jüngling Cesario und eine so absurde wie
aussichtslose Dreiecksgeschichte nimmt ihren Lauf. Als auch noch Violas verschollener Zwillingsbruder Sebastian in Illyrien auftaucht, ist das Chaos perfekt und nicht nur Viola stellt sich die Frage, wer sie eigentlich ist und was sie überhaupt wirklich will.

Was ihr wollt ist eine der beliebtesten, aber auch eine der vielschichtigsten Komödien Shakespeares. Im rasanten Wechsel von temporeicher wilder Komik und traurigschöner
Melancholie entspinnt sich ein Verwirrspiel um Rausch und Rastlosigkeit, Identität und Einsamkeit und die Liebe in
all ihren schillernden Facetten.

Pressestimmen

„Die Mannheimer toben. Schauspieldirektor Burkhard C. Kosminski bringt sie mit seiner Inszenierung von Shakespeares „Was ihr wollt“ zum Lachen. Das ist das deutlichste – und keineswegs kleine – Verdienst seines gut zweistündigen Abends. […] Mit Feingefühl gelingt es Kosminski, die komischen Elemente des Stückes freizulegen[…]“ Frankfurter Rundschau, 16. Juni 2010

"Tja, was es ist es nun, dieses Stück? In Mannheim, so kann man nach dem Jubel für alle unter der Regie von Schauspieldirektor Burkhard C. Kosminski an der Premiere Beteiligten sagen, ist es trotz anglistischer Forschung vor allem eines: „Was ihr wollt“ – nämlich ein Heidenspaß. [...] Halbweiße Gespenster (auffallend gute Maske: Harald Klute) sind diese Wesen, geisterhaft ins träumerische Licht Nicole Berrys gesetzt. Das Leben ein Traum. Wer wüsste es besser als der Narr, dem Shakespeare stets Weisheit zugesteht. Edgar M. Böhlke haucht sie diesem Abend – mit flatternden Rockschößen schaukelnd – bezaubernd, fast zärtlich ein. [...] Es sind bekanntlich die schlechtesten Früchte nicht, an denen Shakespeare-Regisseure nagen. Und Kosminski, der große Freund englischsprachigen Theaters, will den Mannheimern den freilich besser als die Übersetzung Rainer Iwersens klingenden Originaltext nicht vorenthalten. Ein zweisprachiger Stadttheaterabend ist mutig, bietet aber auch Chancen. Am meisten für den Muttersprachler Peter Pearce, der mit dem liebeskranken Herzog Orsino seine erste Hauptrolle am Nationaltheater glänzend meistert. Auch das Objekt der Begierde ist bei Dascha Trautwein in fingerfertigen Händen. Die vielseitige Schauspielerin beherrscht Komödienklaviatur vom Vamp bis zum liebestollen Schaf und wieder zurück zur Boulevard-Diva mühelos, nuancenreich und mit hohem Unterhaltungswert. Ihre Verwandtschaft (Reinhard Mahlberg) schnorrt sich mit Kumpanen (Klaus Rodewald (!), Matthias Thömmes, Gabriela Badura) und exzellentem, nach Tom Waits und John Dowland klingenden Gesang durch das von Hans Platzgumer elektroakustisch sphärisch beschallte Gemäuer und macht Haushofmeister Malvolio zum „Hofhund und Hausmeister“ – nicht ohne ein einfallsreiches Feuerwerk des Frohsinns zu zünden. Nur einem genialen Komiker wie Sven Prietz, der in Malvolio eine neue Paraderolle gefunden hat, gelingt es, selbst in gelben Strümpfen und im Kerker trippelnd angemessene Haltungen zu bewahren." Mannheimer Morgen, 14. Juni 2010

"So bleibt alles an diesem wunderbaren Theaterabend immerfort auf der Kippe, küssen Frauen Frauen, die vorgeben Männer zu sein. [...] Vielleicht ist es ja sein sonderbarer Traum, dem wir hier zwei Stunden lang zusehen durften, dem Traum eines alten, weisen Narren über die Liebe und das Trugbild, das wir manchmal dafür halten." Die Rheinpfalz, 14. Juni 2010

"Auf der großen Bühne des Mannheimer Schauspielhauses ist dieses 1601/02 entstandene Labyrinth des Liebe in einem sehr geometrischen Illyrien angesiedelt. Im knapp skizzierten Bühnenbild von Florian Etti regiert nicht nur der rechte Winkel, sondern durch die raffinierte Beweglichkeit von Rückwand, Boden und Decke wird zudem der Eindruck einer anonym, kalt und finster arbeitenden Gesellschaftsmaschinerie hervorgerufen. [...] Alles im allem bietet Kosminski Großraumtheater mit faszinierenden Bildlösungen [...]. So ist der Raum vielleicht der größte Star dieser Inszenierung. Zugleich lässt er große Distanzen zwischen den Personen, die zwar Vereinzelung bedeuten, aber auch viel Platz zur Entfaltung der Akteuere lassen. Und diese Chance wurde von den Schauspielern weidlich ausgenutzt, um mit viel Situationskomik und zur Musik von Hand Platzgumer dafür zu sorgen, dass diese eindrucksvolle Aufführung von "Was ihr wollt" auch unter dem Titel "2010: Odyssee im Weltraum der Liebe" hätte stehen können. Begeisterter Beifall."
Rhein-Neckar-Zeitung, 14. Juni 2010
 

 

 

 

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