
Woolf (Deutsche Erstaufführung)
Choreografie: Dominique Dumais
Einstudierung: Zoulfia Choniiazowa Musik: Jacob Ter Veldhuis
Licht: Bonnie Beecher Bühne und Kostüme: Tatyana van Walsum
Uraufführung am 17. März 2009 Het Muziektheater, Het Nationale Ballet, Amsterdam
We will … (Deutsche Erstaufführung)
Choreografie: Kevin O'Day
Musik: Georg Friedrich Händel Licht: Bonnie Beecher Kostüme: Angelo Alberto Uraufführung am 8. Oktober 2008 Fleck Dance Theater, ProArteDanza, Toronto
The Fugue
Choreografie: Twyla Tharp
Einstudierung: Kevin O'Day
Licht: Jennifer Tipton
Kostümbild d. Uraufführung: Kermit Love
Uraufführung am 1. August 1970 University of Massachusetts, Amherst
Exit In (Uraufführung)
Choreografie: Dominique Dumais
Musik: Radiohead
Licht: Bonnie Beecher Kostüme: Heinz-Jürgen Walther und Heike Schöpker in Zusammenarbeit mit Anke Degreif Uraufführung am 14. November 2009 Nationaltheater Mannheim
Vier Tanzstücke, drei Choreografen, ein Ballettabend: In Poetic Play begegnet Dichtung aus Musik, Sprache und Tanz dem Spiel mit feinsinnigen Bildern und klaren Formen. Dreihundert Jahre Musikgeschichte von Georg Friedrich Händel bis zu Radiohead treffen auf vier Jahrzehnte Tanz mit Choreografien von der amerikanischen Ikone des modernen Balletts Twyla Tharp, Dominique Dumais und Kevin O'Day.
1931 erschien Virginia Woolfs Roman The Waves. Sechs Stimmen erzählen die Erlebnisse eines Tages und offenbaren ihre Einstellung zum Leben. Der Roman ist das
kühnste Formexperiment der Schriftstellerin, in dem sie Imagination, scharfen Verstand und feinfühlige Sinnlichkeit sprachlich zusammenführt. „Eine sehr ernste, mystische, poetische Arbeit: ein Play Poem“, nannte die Autorin das Buch, eine Partitur gleichsam, auf die Dominique Dumais choreografiert hat, begleitet von einem Auftragswerk des niederländischen Komponisten Jacob Ter Veldhuis, ausgestattet von Bühnen- und Kostümbildnerin Tatyana van Walsum und mit Lichtdesign von Bonnie Beecher.
Mit We will… widmet sich Kevin O'Day der komplexen Beziehung zwischen Mann und Frau. Zu Georg Friedrich Händels Arie Lascia ch'io pianga aus der Oper Rinaldo schuf er ein fesselndes und gefühlvolles Duett, das in der letzten Spielzeit bei ProArteDanza in Kanada uraufgeführt wurde.
Twyla Tharp ist Grande Dame und Rebellin der amerikanischen Tanzszene, die ein Crossover von Ballett und modernem Tanz in die Tanzästhetik eingeführt hat. The Fugue aus dem Jahr 1970 stellt einen Wendepunkt ihres Schaffens dar. Eine lange und kreative Zusammenarbeit verbindet Kevin O'Day und Twyla Tharp: 1988 tanzte er selbst The Fugue. In dieser Spielzeit wird dieser Klassiker des modernen Tanzes von seiner Compagnie präsentiert.
Exit In, das vierte Werk des Abends, ist ein neues Ballett von Dominique Dumais zu Musik der Popgruppe Radiohead. 2005 nahm der Rolling Stone die Band in seine Liste der „greatest artists of all time” auf. Die britischen Musiker stehen für ansprechende und richtungsweisende Musik, die sie seit der Gründung der Gruppe 1986 konsequent weiterentwickeln.
Der neue Ballettabend des Kevin O'Day-Balletts in Mannheim bietet mit vier sehr unterschiedlichen Tanzstücken zu Musik von Georg Friedrich Händel bis zur Alternative-Rockband Radiohead ein breites musikalisches Spektrum und ein leistungsstarkes Tanzteam auf hohem Niveau. Die Rheinpfalz, 16. November 2009
Mit „Poetic Play“ begeben wir uns in Mannheim auf eine Reise in die Geschichte des modernen Tanzes. So entsteht ein Bild von dem, was war und dem, was neu entsteht.
Aber das Außergewöhnliche an diesem Abend ist neben der Musik von Radiohead die Ausdruckskraft, die die Solisten in jede einzelne Choreografie stecken. Nicht nur für Ballettfans sehenswert. 3sat, Kulturzeit, 16. November 2009
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