Studio Werkhaus

Don Karlos

Friedrich Schiller | Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« Berlin

Regie: Kieran Joel

Bühne und Kostüme: Matthias Koch

Musik: Lenny Mockridge

Video: Sebastian Pircher

Dramaturgie: Karoline Behrens

 

Mit: Daniel Klausner, Jeremy Mockridge, Vincent Redetzki, Kim Schnitzer, Felix Witzlau sowie Lea-Marie Tambach (im Film)

»Da ich niemandes Sohn war, wurde ich meine eigene Ursache.«

 

Unglücklich liebt der Infant Don Karlos seine Stiefmutter, die Königin Elisabeth, die ihm einst als Braut versprochen war. Leidenschaftlich liebt Marquis Posa die Menschheit, doch seine Vision eines gerechten Staates droht im Machtbereich Philipps II. an der Realität zu zerbrechen. Aus verschmähter Liebe zu Don Karlos wird die Fürstin Eboli zur Rächerin. Karlos’ Vater, der spanische König Philipp, die Personifikation der Macht, taucht an diesem Abend nicht auf. Nur ein Stellvertreter. Das Prinzip der delegierten Macht.
Was passiert mit einer Generation, deren Individuen einen absoluten, individuellen Wahrheitsanspruch haben, denen der Zugang zur Macht verwehrt wird und die sich selbst überlassen sind?

 

Kieran Joel, aufgewachsen in Niebüll an der Nordsee, studierte Regie an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« Berlin. Seine Arbeiten wurden zum Körber Studio Junge Regie nach Hamburg eingeladen und im Rahmen des Festivals Wildwuchs am Hans-Otto-Theater Potsdam sowie als Gastspiel in der Box des Deutschen Theaters Berlin gezeigt. Im Frühjahr 2017 schloss er sein Studium mit seiner Diplominszenierung Johanna d’Arc nach Schillers Die Jungfrau von Orleans an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin ab.

 

Dauer: ca. 1 Stunde und 30 Minuten

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