Schauspielhaus

Wallenstein

Friedrich Schiller | Schaubühne Berlin

Regie: Michael Thalheimer

Bühne: Olaf Altmann

Kostüme: Nehle Balkhausen

Musik: Bert Wrede

Dramaturgie: Bernd Stegemann

Licht: Norman Plathe

 

Mit: Marie Burchard, Ulrich Hoppe, Ingo Hülsmann, Urs Jucker, Laurenz Laufenberg, Peter Moltzen, Lise Risom Olsen, Felix Römer, David Ruland, Andreas Schröders, Alina Stiegler, Regine Zimmermann

Wallensteins siegreiche Schlachten liegen vor dem Beginn der Handlung, die erst an dem Zeitpunkt einsetzt, als er den Zenit seiner Macht für sich nutzen will. Sein Plan, den Krieg durch einen Verrat zu beenden, gerät von Anfang an in eine Schieflage, denn zu sehr ist seine persönliche Ruhmsucht mit der guten Absicht verquickt. So führt Schiller einen Menschen vor, der für einen kurzen Augenblick die Geschicke der europäischen Geschichte in seinen Händen hält und diese Chance nicht nur verstreichen lässt, sondern die schlimmstmögliche Wendung herbeiführt.
Fast zehn Jahre lang schrieb Schiller an der Wallenstein-Trilogie, nicht zu Unrecht wird Wallenstein als sein politischstes Stück gelesen. Michael Thalheimer inszeniert die Trilogie an einem Abend.


»Michael Thalheimers grandiose Inszenierung nimmt Schillers strahlendes dramatisches Pathos mit rabenschwarzer Radikalität auf. In ihrer wohlkalkulierten Verweigerung historischer Konkretisierung öffnet die analytische Regie den Blick auf die Wallenstein-Figur in ihrer abgründig zeitlosen Dimension.« — Frankfurter Allgemeine Zeitung

 

Dauer: ca. 3 Stunden

Die angegebene Dauer ist lediglich ein Richtwert.