Schauspielhaus

Maria Stuart

Friedrich Schiller | Deutsches Nationaltheater Weimar

Regie: Markus Bothe

Bühne: Robert Schweer

Kostüme: Justina Klimczyk

Dramaturgie: Nora Khuon, Beate Seidel

 

Mit: Johanna Geißler, Nadja Robiné, Christoph Heckel, Max Landgrebe, Sebastian Kowski, Thomas Kramer, Lutz Salzmann, Jonas Schlagowsky

Das Urteil ist gefällt: Maria Stuart, Königin von Schottland, ist des Hochverrats schuldig gesprochen – ihr Kopf soll fallen. Einzig die englische Königin Elisabeth I. zögert, dem Urteil mit ihrer Unterschrift die letzte Gültigkeit zu verleihen. Maria ist ohne Frage für die protestantische Regierende eine Bedrohung.  Katholisch und eine legitime Nachfolgerin Heinrichs VII., erhebt sie vehement Ansprüche auf den englischen Thron – und hat viele Fürsprecher. Neben dem politischen Konflikt entfaltet sich ein zweites, weit privateres Schlachtfeld. Elisabeth und Maria sind nicht nur als Regentinnen, sondern auch als Frauen Konkurrentinnen. Die Königin Englands steht unter Zugzwang. Es beginnt das Ringen um die richtige Entscheidung.


Maria Stuart, 1800 in Weimar uraufgeführt, bearbeitet das Schlachtfeld von Politik, Religion und Erotik. Zwei Frauen, die eine in wirklicher Gefangenschaft, die andere in der Abhängigkeit von der Meinung ihres Volkes gefangen, kämpfen um Autonomie. In den hochpolitischen Konflikt mischen sich Privatismen, Begehren, das Ringen um Anerkennung und Machthunger. Diesen Polit-Thriller, dem Schiller eine tiefe Skepsis der Möglichkeit des moralischen Handelns eingeschrieben hat, inszenierte Markus Bothe.

 

Dauer: ca. 2 Stunden und 30 Minuten

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