Studio Werkhaus

Spiel ohne Grenzen (UA)

Ein Stück von Peter Michalzik mit Monologen von Nektarios Vlachopoulos Premiere: Di, 01. November 2016
Theater des Gerüchts

Seit die Flüchtlinge nach Deutschland kommen, ist das Denken durcheinander geraten. Nachrichten werden widersprüchlich, Wahlen geraten zu Zitterpartien, wildeste Gerüchte kursieren. Aber was denken wir wirklich? Und was denken die Ankommenden? Wie entstehen Gerüchte eigentlich? Und wem nutzen sie? Wer zieht die Fäden? Wem oder was kann man überhaupt noch glauben? 

Das Nationaltheater veranstaltet mit Spiel ohne Grenzen eine Verwirrungs- und Aufklärungsshow und begibt sich mitten hinein in die gesellschaftlichen Umbrüche dieser Zeit. Im Stil eines unterhaltsamen Fernsehabends spielt diese Show mit Vorurteilen, Urteilen und Gerüchten.

Neben Ensemblemitgliedern und Neu-Mannheimern ist der bekannte Slam Poet Nektarios Vlachopoulos mit von der Partie. In einem wilden Cross-over der Unterhaltungsgenres, zwischen Poetry Slam, Recherche und Publikumshappening, begeben wir uns auf die Suche nach den verschütteten Wahrheiten. 

 

Spiel ohne Grenzen steht in einer Verbindungslinie mit der Kulturschule, die das Nationaltheater in der Spielzeit 2016/2017 im Benjamin Franklin Village eröffnet. Damit entwickelt das NTM das in der Spielzeit 2015/2016 begonnene Projekt Integration durch kulturelle Teilhabe weiter.

 

Dauer: ca. 1 Stunde und 20 Minuten, keine Pause

Die angegebene Dauer ist lediglich ein Richtwert.

 

Wir danken Tobias Schirneck von Who.am.I.Creative Academy für die Unterstützung des Projektes.

 

Mit freundlicher Unterstützung durch den Innovationsfonds Kunst des Landes Baden-Württemberg und die BASF SE.

Heute geht es im öffentlichen Diskurs nicht mehr gefühlig zu, sondern es wird in diversen Gerüchteküchen gehetzt und gelogen, dass sich die Haare sträuben und die Balken biegen. Genau das führt die kleine Mannheimer Produktion vor Augen. Klaus Rodewald parodiert jenen Moderatoren-Typus, der das Charakterfach "Schleimscheißer mit Charme" beherrscht. Er tut dies perfekt grinsend. Im Gespräch mit einem Gerüchte-Experten, gespielt von Sven Prietz, tischt der Moderator ein Gerücht nach dem anderen auf, fast alle mit Mannheimer Lokalkolorit. (Rhein-Neckar-Zeitung, 03.11.2016)

 

Regisseur Burkhard C. Kosminski setzt Michalziks Texte als eine beschwingte glitzernde Fernsehshow in Szene. Klaus Rodewald mimt den stets freundlich grinsenden, dabei aalglatten Moderator, der auch schon mal eine Gerüchteküche auf die Bühne schiebt. (Die Rheinpfalz, 03.11.2016)

 

Man fühlt sich ertappt, beschämt und erinnert sich an eine der vornehmsten Aufgaben des Theaters, die Peter Michalziks von Burkhard C. Kosminski inszeniertes Stück „Spiel ohne Grenzen“ hier erfüllt: unsere Perspektiven und Wahrheiten in Frage zu stellen, uns vom Thron der Selbstgefälligkeit und Borniertheit zu stoßen. (Mannheimer Morgen, 03.11.2016)

 

Klaus Rodewald mimt fabelhaft den Showmaster, mit einer Mischung aus gewandter Kompetenz, gefälliger Anbiederung und völliger Ignoranz. Sven Prietz gibt mit gelehrter Expertise den Gerüchte-Experten und Nektarios Vlachopoulos glänzt als Moderator ebenso wie als Slam-Poet. (Mannheimer Morgen, 03.11.2016)