Opernhaus

Die Heimkehr des Odysseus / Il ritorno d'Ulisse in patria

Claudio Monteverdi Premiere: Sa, 04. März 2017
Oper in einem Prolog und drei Akten. Libretto von Giacomo Badoaro
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
  • Musikalische Leitung: Jörg Halubek (Gast)
  • Inszenierung: Markus Bothe
  • Bühne: Robert Schweer
  • Kostüme: Justina Klimczyk
  • Licht: Damian Chmielarz
  • Dramaturgie: Cordula Demattio / Jan Dvořák
  • Gastorchester: il Gusto Barocco

Coro in Cielo: Soprano 1 - Eunju Kwon, Soprano 2 - Ludovica Bello, Alto - Marie-Belle Sandis, Tenore - Pascal Herington, Ilya Lapich

Coro Marittimo: Alto - David Lee, Christopher Diffey, Tenore 1 - Uwe Eikötter, Raphael Wittmer, Tenore 2 - Nikola Diskic, Christoph Wittmann Basso - Bartosz Urbanowicz, Valentin Anikin

Als sich der Erneuerer der Tonkunst, der Erfinder des »erregten Stils«, der Kapellmeister des Markusdoms, – als sich Claudio Monteverdi dazu entschloss, die Odyssee zur Vorlage einer Oper zu machen, war er schon über siebzig Jahre alt. Seit seinem Orfeo war viel Zeit vergangen, und der Geschmack der Venezianer war ein anderer als der des Herzogs von Mantua. Aber Monteverdi wusste, was er konnte. Götter, Helden und Bösewichter ließ er auftreten, jedem gab er die passende musikalische Farbe. – Odysseus gelangt gegen den Willen Poseidons ans heimische Ufer. Unaufhaltsam nähert er sich in Gestalt eines verwahrlosten Greises der Glücksrittergesellschaft, die seine Frau bedrängt und seinen Reichtum verprasst. Keiner erkennt ihn. Und doch ist er der einzige, der den gewaltigen Bogen im Palast spannen kann. Der Showdown beginnt.

Regisseur Markus Bothe wird in seiner bildhaften Inszenierungssprache gemeinsam mit dem renommierten Barockdirigenten Jörg Halubek und seinem Ensemble il Gusto Barocco das 17. Jahrhundert ganz nah an uns heranrücken.

 

Dauer: ca. 3 Stunden

Die angegebene Dauer ist lediglich ein Richtwert.

 

Mit freundlicher Unterstützung der Baden-Württemberg Stiftung

»In der szenisch geistreichen Handschrift von Markus Bothes Regie und unter dem Eindruck des dramaturgisch sinnfälligen Dirigats von Jörg Halubek gelingt gemeinsam mit dem Gastorchester Il Gusto Barocco ein fulminanter Auftakt. Dass dieser am Premierenabend zum barocken Feuerwerk gerät, ist nicht allein dem in den Zuschauerraum ragenden Bühnenraum von Robert Schweer und den ausladenden Kostümen von Justina Klimczyk geschuldet, sondern auch einem darstellerisch und stimmlich brennenden Sängerensemble.«

(bachtrack, 07.03.2017)

 

»Für die Produktion hat Intendant Albrecht Puhlmann das Stuttgarter Barockorchester Il Gusto Barocco unter Jörg Halubek engagiert - ein Glücksgriff, denn in der gesamten Metropolregion hätte das niemand besser gemacht, hätte mit solcher Leichtigkeit und gleichzeitiger Tiefe diese insgesamt komplex gestaltete Oper so historisch naheliegend umsetzen können. Der Rhythmus, die Spontaneität und klanglich vielgestaltige Nuancierung, überhaupt die Instrumentierung der Musik, die ja oft lediglich Gesang- und/oder Bassstimme vorgibt und erst noch harmonisiert und orchestriert werden muss - gelungen. [...] ein hinreißender, so unterhaltender wie tiefer Abend mit dem Potenzial zum Opernrenner [...]«

(Mannheimer Morgen, 06.03.2017)

 

»Das Stuttgarter Ensemble „Il Gusto Barocco" und die Sänger des Nationaltheaters sowie die jungen Mitglieder des NT-Opernstudios gestalten im Jahr 40 nach Harnoncourts Zürcher Jahrhunderttat unter Leitung des in Basel geschulten Jörg Halubek eine nicht nur hoch respektable, sondern exzellente Aufführung, die allen heutigen Kriterien einer angemessenen Umsetzung voll gerecht wird (Instrumentation: Alexander Gergelyfi). Es gelingt ein geradezu sensationeller Auftakt zur geplanten Monteverdi-Reihe: Ein Muss für jeden Freund frühbarocker Musik und Bühnenkunst! [...] Das Ganze ist ein wunderbares Teamwork aller Beteiligten und kann als solche nur begeistern. Bei den Sängern ist allen voran Nikola Diskic ein grandioser Odysseus.«

(Rhein-Neckar-Zeitung, 06.03.2017)

 

»Die Produktion ist eine großartige Leistung des Opernensembles [...] Und alle singen ohne romantisierende Eintrübungen und Überzeichnungen dem Wesen der Musik Monteverdis gemäß – und alle überzeugen durch eindringliche musikalische Beredsamkeit.«

(Die Rheinpfalz, 06.03.2017)