Schnawwl

Nathans Kinder

Ulrich Hub Premiere: Fr, 10. März 2017

ab 12 Jahren

Ulrich Hubs Bearbeitung von Gotthold Ephraim Lessings Klassiker Nathan der Weise wurde 2010 mit dem Mülheimer KinderStückePreis ausgezeichnet. Wie im Original beginnt der Zusammenstoß der drei großen monotheistischen Religionen in Jerusalem mit der Begnadigung des Kreuzritters Kurt durch den Sultan und Rechas Rettung aus dem brennenden Haus durch eben diesen. Ulrich Hub konzentriert den Konflikt auf das junge Paar Recha und Kurt und die drei gleichwertigen Vertreter der Religionen Nathan, Sultan und Bischof. Recha wird zur selbstbewussten, jungen Frau, die geschickt und klug zwischen ihrem Vater, ihrem angebeteten Kurt und den Grenzen der Religionen vermittelt, um ein tolerantes Miteinander zu erreichen. Auch die Aussage der Ringparabel weiß Recha für ihre Ziele zu nutzen, so dass Lessings Komödienschluss der direkten Verwandtschaft von Kurt und Recha mit dem Sultan als fröhliche Utopie gefeiert werden kann.

 

Ulrich Hub, geboren 1963, war Schauspieler und Regisseur bis er sich ganz aufs Schreiben konzentrierte. Seine erfolgreichste Komödie An der Arche um Acht über die Sintflut und den Gottesglauben dreier Pinguine, war drei Spielzeiten lang am Schnawwl zu sehen.

Nathans Kinder ist die letzte große Ensembleinszenierung am Jungen Nationaltheater Mannheim unter der Direktion von Andrea Gronemeyer. Sie zeigt noch einmal, was für ein großartiges Ensemble sie über die Jahre zusammengeführt hat. (Die Deutsche Bühne Online, 11. März 2017)

 

Nathans Kinder erzählt eine Liebesgeschichte zwischen einem jungen Mann und einer jungen Frau, wie sie Jugendliche anspricht, und hält zu Menschenliebe an. Das Stück erspart den jungen Zuschauern aber auch nicht die Schilderung von Grausamkeiten. [...] Regisseur Theo Fransz geht das ernste Thema mit großer Leichtigkeit an und scheut auch witzige Szenen nicht. (Die Rheinpfalz, 13. Mäez 2017)

 

Bei aller Ernsthaftigkeit dieses - in seiner Tiefe sehr erwachsenen - Jugendstücks, bieten Text und Inszenierung reichlich Spielraum für Humor. (Mannheimer Morgen, 13. März 2017)