Schnawwl

Romeo und Zeliha (DE)

Premiere: Fr, 11. November 2016
nach Romeo und Julia von W. Shakespeare, Musik von Fons Merkies, Text von Maartje Duin aus dem Niederländischen übersetzt von Barbara Buri

ab 13 Jahren

Eine ganz normale Straße in einer ganz normalen Stadt. Zwei Metzgereien stehen sich nicht nur gegenüber, sondern auch in bedingungsloser Konkurrenz zueinander. Der Wettbewerb um die Zubereitung des besten Lammkoteletts verschärft den Konflikt. Romeo, der Sohn des deutschen Fleischers, will das geheime Rezept des türkischen Konkurrenten stehlen und wird dabei von Zeliha, der Tochter des türkischen Metzgers, erwischt. Trotz der verfeindeten Elternhäuser verlieben sich die beiden ineinander – und das Unheil nimmt seinen Lauf.

 

Romeo und Zeliha wird gespielt und gesungen von einem vierköpfigen Sängerensemble, dessen Mitglieder aus der Türkei, dem Iran, aus Frankreich und den USA stammen. Mit viel Witz und Humor erzählen sie eine Geschichte über Kultur, Herkunft, Offenheit und Vielfalt, wie sie aktueller nicht sein könnte. Die Liebe zweier Menschen aus verschiedenen Kulturen zerbricht eben auch daran, dass ihre Familien nicht in der Lage sind, ihre kulturellen Schranken zu überwinden oder neu zu definieren.

 

Fons Merkies’ Musik changiert zwischen Operngesang, Musical, Pop und traditionellen türkischen Klängen, gespielt von einer Band aus Gitarre, Blasinstrumenten, Bass und zwei Schlagzeugern.

 

Dauer: ca. 90 Minuten, keine Pause

Die angegebene Dauer ist lediglich ein Richtwert.

 

In Kooperation mit

Die Kraft der Liebe entfaltet sich in wunderschönen Arien und Duetten, die kürzer und komprimierter sind als in der traditionellen Oper, doch nicht weniger wirkmächtig. Der klare, wundersam innige Sopran von Nazanin Ezazi beglückt Ohr und Herz. Ihre Zeliha ist die Heldin der unvergänglichen Geschichte. (Die Rheinpfalz, 16.11.2016)

 

Ein richtig guter Abend ist der Jungen Oper am NTM hier gelungen. Die Transkription von Shakespeares Liebeskummerklassiker „Romeo und Julia“ ins muslimisch-christliche Milieu überzeugt vollauf. […] Wir hören und sehen spannendes Theater für Jugendliche, das den Grat zwischen Zumutung und Unterhaltung derart gut beschreitet, dass es absorbierend, packend bis hin zu tränentreibend wird. (Mannheimer Morgen, 14.11.2016)