Jürg Burth

Jürg Burth erhielt ab 1965 als Tänzer erste Engagements an den Opernhäusern von Zürich, Basel und Köln. In New York arbeitete er an der School of American Ballet, an der Juilliard School und war Mitglied der Martha Graham Junior Company. Zusammen mit Helmut Baumann begründete er das Tanzforum am Opernhaus Köln, wo er als Solotänzer und Choreograf tätig war. Es folgte eine Verpflichtung als Chefchoreograf und stellvertretender Ballettdirektor ans Opernhaus Zürich, wo auch erste Musical-Inszenierungen mit Baumann entstanden. Daneben führen ihn Gastchoreografien nach Amsterdam, an die Staatsoper Wien, an die Deutsche Oper Berlin, ans Bonner und Basler Ballett sowie nach Helsinki und erneut nach New York.
1983 gründete er zusammen mit Baumann das Musical Ensemble am Berliner Theater des Westens, wo er als Choreograf und Regisseur zahlreiche große Inszenierungen betreute. Weitere Gastengagements führten ihn in den letzten Jahren u.a. nach Bremen und ans Theater Basel. Jürg Burth schrieb, inszenierte und choreografierte auch eine Reihe von eigenen Revuen: Bombenstimmung, eine UFA Revue entstand für das Kennedy Center Washington im Rahmen eines deutsch-amerikanischen Kulturfestivals und wurde dort uraufgeführt und ans TdW bzw. Hebbel Theater Berlin übernommen; es folgten Blue Jeans und Let's pop (für das TdW) sowie für den Friedrichstadtpalast 2001 die Revue Berlin. In jüngster Zeit widmete sich Jürg Burth vermehrt der Malerei und hatte Ausstellungen in Ascona und Hamburg.