Silvia Merlo (Gast)

Silvia Merlo, geboren in Triest, studierte Theaterwissenschaft an der Università degli studi in Bologna bei Umberto Eco. Nach Gastspielen mit der Theatergruppe La banda in Deutschland zog sie nach Berlin.

Ulf Stengl wurde in Wien geboren und studierte dort an der Akademie der bildenden Künste Bühnenbild bei Lois Egg und Ernst Wonder.


Seit ihrer Zeit als Assistenten am Schillertheater in Berlin arbeiten Silvia Merlo und Ulf Stengl zusammen als Bühnen- und Kostümbildner, unter anderen mit den Regisseuren Kurt Hübner, Augusto Fernandes, Frank Arnold und Angelika Domröse am Schauspielhaus Hamburg, der Staatsoper Unter den Linden Berlin, dem Burgtheater und dem Theater in der Josefstadt in Wien.
1999 lernen sie Elmar Goerden kennen. Mit Elektra von Hofmannsthal am Thalia Theater in Hamburg beginnen sie eine kontinuierliche Zusammenarbeit, die sie über Stuttgart (Die Schwärmer von Musil) für mehrere Jahre an das Residenztheater nach München führt (u. a. Das Spiel vom Fragen von Handke, Nathan der Weise von Lessing, Clavigo von Goethe). Für die Salzburger Festspiele entwerfen sie die Bühne für Eines langen Tages Reise in die Nacht von O’Neill.

Unter der Intendanz von Goerden übernehmen Merlo und Stengl 2005 die Ausstattungsleitung des Schauspielhaus Bochum. Seither führte ihre Arbeit sie unter anderem nach Graz (Judith von Hebbel, Minna von Barnhelm von Lessing) und Wien (John Gabriel Borkmann von Ibsen, Vor dem Ruhestand von Bernhard). Mit Le nozze di Figaro von Mozart, Wozzeck von Berg und Manon von Massenet für die Oper in Basel beginnen sie nach längerer Zeit wieder regelmäßig für das Musiktheater zu arbeiten.
Neben der Tätigkeit als Bühnenbildnerin widmet sich Silvia Merlo auch dem Entwurf von Ausstellungsarchitekturen (u.a. Der Mann nackt, Berlin).
Ulf Stengl hat 2009 mit den Zofen von Genet in Bochum seine erste Regiearbeit vorgelegt.