
Seit acht Spielzeiten steht die Tanzsparte des Nationaltheaters Mannheim unter der künstlerischen Leitung des amerikanischen Tänzers und Choreografen Kevin O'Day als Ballettdirektor und seiner Stellvertreterin und Hauschoreografin Dominique Dumais. Seitdem hat die Compagnie, die ausschließlich aus Solisten besteht, mit mehreren Uraufführungen jährlich ein eigenständiges, zeitgenössisches Repertoire entwickelt.
Regelmäßig lädt Kevin O'Day Gastchoreografen ans Nationaltheater ein, die sich vor allem durch eine originäre choreografische Handschrift auszeichnen, unter ihnen der polnisch-kanadische Choreograf Robert Glumbek (Per Du II mit Wolfgang, Arnold & Joseph, Beethoven) und die Erste Solistin des Stuttgarter Balletts Bridget Breiner (Beethoven).
Lichtdesigner, Bühnen- und Kostümbildner sowie Musiker aus ganz Europa und Nordamerika gehören zu den regelmäßigen künstlerischen Partnern. Die intensive Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten prägt die choreografische Arbeit ebenso wie die Interpretation klassischer Werke. So entstehen zeitgenössische Ballette, die sich durch Originalität, Konzentration, Klarheit und einen sehr athletischen Stil auszeichnen.
In der internationalen Tanzszene ist Kevin O'Day Ballett Nationaltheater Mannheim durch Gastspiele auf Festivals präsent. So folgte das Ensemble Einladungen zum Holland Dance Festival Den Haag, Suzanne Dellal Centre in Tel Aviv, Sintra-Festival Portugal, Cairo Opera House und zur Tanzplattform in Stuttgart. Gastspiele in Deutschland, zuletzt in Kiel, Oldenburg, Gießen und Karlsruhe kommen hinzu.
Dabei ist das Ballett immer auch offen für andere, ungewöhnliche Orte: Es gelingt den Choreografen ihren Tanz dort einzubringen, Räume zu reflektieren und mit ihrer spezifischen Ausstrahlung zu spielen. So wurden unter anderem ein Ponton im Neckar, das Congress Center Rosengarten, das Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen, die Alte Feuerwache Mannheim, die Kunsthalle Mannheim und das Landesmuseum für Technik und Arbeit zur Bühne für Ballett.
Für das Kenin O'Day Ballett ist die Nähe zu den Zuschauern Teil der kreativen Atmosphäre. Mit der Reihe Impromptu gewährt es Einblicke in die choreografische Arbeitsweise einer zeitgenössischen Compagnie. Im Mittelpunkt stehen die Tänzerinnen und Tänzer und die besonderen Gäste des Abends. Live und nur für einen Abend entsteht ein Impromptu als freie Improvisation in der inspirierenden Atmosphäre urbaner Orte außerhalb des Stadttheaters. Museen, Kinos, Fotografen, Designer, DJs und Musiker aus der Quadratestadt sind regelmäßige Partner für besondere Veranstaltungen.
Gemeinsam mit Thomas Siffling und seiner Formation Goldbach hat das Kevin O'Day Ballett Nationaltheater Mannheim seine erste DVD produziert: Transmission, ein Film von Luigi Toscano, basiert auf einem gemeinsamen Impromptu im Opernhaus des Nationaltheaters und ist seit Ende März im Handel.
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